Papst Franziskus wandte sich während seines Besuchs in der kleinen Republik an die Bürger von San Marino und forderte sie auf, politische Projekte abzulehnen, die Götzen und Macht dienen. Aus der Basilika sprach er und betonte die Notwendigkeit, mit größerer Überzeugung auf dem Weg des Evangeliums inmitten einer Welt zu gehen, die von Konflikten, Gewalt, Angst und Spaltung geprägt ist. Er forderte Aufmerksamkeit für die Schwachen, Vergebung, Gemeinschaft und Solidarität als Leitwerte. Der Papst hob die Bedeutung der gegenseitigen Unterstützung und Nähe zwischen Gemeinschaften hervor, die mit Entvölkerung und Mangel an Dienstleistungen konfrontiert sind, und beschrieb diese Bemühungen als fifiammelle, die in der Lage sind, das Feuer dauerhafter Werte neu zu entzünden.
Der Papst betonte, dass wahre Freiheit durch Schenken, Gemeinschaft, Begegnung und Dialog verwirklicht wird. Nach Ansicht des Papstes stehen Freiheit und Gemeinschaft in der christlichen Vision entweder zusammen oder fallen auseinander. Er stellte fest, dass San Marinos Verfassung zwar in der Freiheit verwurzelt ist, dieses Konzept jedoch über die bloße Autonomie gegenüber externen Behörden hinausgeht. Wahre bürgerliche Freiheit, so argumentierte er, erfordert die Achtung der Würde des Einzelnen, die für den Begriff der Freiheit selbst unerlässlich ist. Er lobte diejenigen, die die Freiheit auch auf persönliche Kosten verteidigen, und betonte die Notwendigkeit, Gewissensräume zu verteidigen.
Der Papst verwies auf die Märtyrer der Freiheit im Laufe der Geschichte, die trotz der Widrigkeiten in ihren Überzeugungen standhaft waren und sie als Zeugen der wahren Freiheit bezeichneten, die sich aus der Tatsache ergibt, dass sie Kinder Gottes sind.
Diese Idee wurde von dem italienischen Präsidenten Sergio Mattarella wiederholt, der die Anwesenheit des Papstes in San Marino begrüßte und feststellte, dass die tiefen christlichen Wurzeln des Landes und die alten Institutionen ihn zu einem Leuchtfeuer der Hoffnung machen. Mattarella erklärte, dass die ständige Anwesenheit des Papstes in Gemeinschaften, sowohl großen als auch kleinen, Vertrauen in die Zukunft weckt, insbesondere in Zeiten, in denen die internationale Ordnung von stärkeren Mächten bedroht wird. Der Papst betonte weiter, dass die Freiheit von einem Engagement für Frieden, Würde und das Gemeinwohl begleitet werden muss. Er kritisierte die Erosion des humanitären Rechts, die, wie er sagte, oft ignoriert oder zertrampelt wird.
Seine Botschaft schlug im weiteren Kontext der globalen Spannungen, in denen Konflikte und Spaltungen die Stabilität der Nationen bedrohen, nach. Mit seinem Besuch in San Marino, einer Nation, die für ihre Widerstandsfähigkeit und ihre historischen Verbindungen zum Christentum bekannt ist, bekräftigte der Papst die Relevanz spiritueller und ethischer Grundlagen bei der Gestaltung gerechter Gesellschaften.
Er schlug vor, dass der Besuch eine Gelegenheit biete, darüber nachzudenken, wie kleine Staaten demokratische Ideale modellieren und größere Nationen zu gemeinsamen Zielen von Frieden und Solidarität inspirieren können.
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