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Ifo Institut: Tankrabatt wurde bei Diesel wohl zu wenig weitergegeben
Germany🏛️ Politikvor 5 Tagen

Ifo Institut: Tankrabatt wurde bei Diesel wohl zu wenig weitergegeben

Eine Analyse des Münchner ifo-Instituts ergab, dass der Rabatt nur teilweise an die Verbraucher weitergegeben wurde, wobei die Dieselpreise einen durchschnittlichen Durchsatz von nur 12 Cent pro Liter zeigten - weit unter der beabsichtigten Verringerung um 16,7 Prozent. Im Gegensatz dazu sahen Super E5 und Super E10-Kraftstoffe einen vollständigeren Durchsatz mit Raten, die der Steuersenkung nahe lagen. Das Institut warnte davor, dass die Kraftstoffpreise Ende Juli wieder steigen könnten, wenn der Rabatt abläuft, obwohl die jüngsten Ölpreisrückgänge die Preise niedrig gehalten haben. Ökonomen stellten fest, dass der unvollständige Durchgang für einige der Vorteile des Dieselrabatts eher auf Ölunternehmen als auf Verbraucher ging.

Die Bundesregierung hatte im Mai 2026 einen Tankrabatt eingeführt, der die Energiesteuer auf Kraftstoffe für einen bestimmten Zeitraum senkte. Ziel der Maßnahme war es, die Kaufkraft der Verbraucher zu stärken und damit indirekt die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen zu beeinflussen. Der Rabatt galt für den Zeitraum vom 1. Mai bis 30. Juni 2026. Laut einer Studie des Münchner Ifo-Instituts, die am 29. Juni 2026 veröffentlicht wurde, wurde dieser Rabatt jedoch nur teilweise an die Endverbraucher weitergegeben insbesondere bei Diesel. Die Studie zeigte, dass die Durchgabeprozentsätze bei verschiedenen Kraftstoffsorten unterschiedlich waren.

Für Diesel wurden bis zum 25. Juni 2026 nur etwa 12 Cent pro Liter als Rabatt an die Verbraucher weitergegeben. Dies entspricht einem deutlichen Abstand gegenüber der tatsächlichen Steuersenkung von 16,7 Cent pro Liter. Im Vergleich dazu lag die Weitergabe bei Super E5 und Super E10 deutlich höher: Hier wurden jeweils 17 und 16 Cent pro Liter an die Kunden weitergegeben, was fast vollständig der Steuersenkung entsprach. Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des Ifo-Instituts für Finanzwissenschaft, betonte, dass der Tankrabatt beim Superbenzin nahezu vollständig an die Autofahrer weitergegeben wurde.

Diese Unterschiede zwischen den Kraftstoffarten zeigen, dass die Umsetzung der Maßnahme nicht einheitlich erfolgte.

Die Unvollständigkeit der Weitergabe bei Diesel hat laut den Wissenschaftlern des Ifo-Instituts Konsequenzen. Ein Teil der Rabatte blieb bei den Mineralölkonzernen, was bedeutet, dass die Unternehmen möglicherweise von der Maßnahme profitierten, obwohl sie theoretisch den Verbrauchern helfen sollten. Christian Gréus, ein weiterer Wissenschaftler des Instituts, erklärte, dass dies besonders bei Diesel auffällig sei. Zudem kritisierte das Ifo-Institut, dass der Mineralölwirtschaftsverband en2x in der Vergangenheit behauptet hatte, der Steuerabatt werde vollständig weitergegeben. Diese Behauptung steht nun in Frage, da die aktuellen Daten zeigen, dass dies nicht der Fall ist.

Die Studie basiert auf einem Vergleich der Spritpreise in Frankreich, um die Preisentwicklung besser zu verstehen. Dabei wurden sowohl natürliche Preisschwankungen durch den Ölpreis als auch der Effekt der Tankrabatte getrennt betrachtet. Dies ermöglichte eine präzisere Einschätzung, welche Teile der Steuersenkung tatsächlich an die Verbraucher gelangten. Die Ergebnisse des Ifo-Instituts überschneiden sich zudem mit einer vorherigen Untersuchung der Monopolkommission, die ebenfalls feststellte, dass der Tankattrab nicht vollständig weitergegeben wurde. Unterstrich, dass die Unvollständigkeit der Weitergabe kein Einzelfall, sondern ein systematisches Problem darstellt.

Laut dem Ifo-Institut ist mit dem Auslaufen der Tankrabatts am 1. Juli 2026 wieder mit steigenden Kraftstoffpreisen zu rechnen. Die Preise hängen stark von der Entwicklung der Ölpreise ab. Zuletzt sank der Ölpreis, wodurch sich die Kraftstoffpreise ebenfalls verringerten. Allerdings könnte der Rückgang der Ölpreise in Zukunft enden, was wiederum zu steigenden Preisen führen würde. Insbesondere im Falle einer Einigung zwischen den USA und dem Iran könnten sich die Preise noch weiter ändern. Die Regierung hat daher bereits vorbereitet, dass die Auswirkungen der Tankrabatts langfristig begrenzt bleiben könnten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Tankrabatt zwar in seiner Absicht positiv war, seine Umsetzung jedoch nicht optimal war. Die ungleiche Weitergabe der Steuersenkungen bei verschiedenen Kraftstoffsorten wirft Fragen auf, wie effektiv staatliche Maßnahmen in der Praxis umgesetzt werden können. Gleichzeitig bleibt die Rolle der Mineralölkonzerne und ihre Transparenz in solchen Situationen ein Thema, das weiter diskutiert werden muss. Die Ergebnisse der Ifo-Studie sind somit nicht nur ein Hinweis auf die Notwendigkeit von Überwachung, sondern auch ein Impuls für eine bessere Kommunikation und Transparenz in der Energiewirtschaft.

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4 Berichte

Handelsblatt logoHandelsblattUnabhängig🔒Mittevor 5 Tagen
Ifo-Studie: Tankrabatt bei Diesel wurde nur zu 73 Prozent weitergegeben

Eine Studie des Ifo-Instituts hat ergeben, dass nur 73% des von der deutschen Regierung gewährten Dieselpreisrabatts an die Verbraucher weitergegeben wurden. Der verbleibende Teil wurde von Kraftstoffhändlern behalten, was Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit der Subvention zur Senkung der Kosten für Fahrer aufkommen ließ. Diese Feststellung unterstreicht potenzielle Ineffizienzen in der Art und Weise, wie solche Subventionen auf dem Markt umgesetzt und verteilt werden. Die Studie unterstreicht die Bedeutung der Überwachung, wie staatliche Anreize die Endverbraucher erreichen, anstatt von Zwischenhändlern absorbiert zu werden.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): In diesem Artikel werden die Ergebnisse eines unabhängigen Wirtschaftsinstituts (Ifo) vorgestellt, das für seine unparteiischen Untersuchungen bekannt ist.

Die Zeit logoDie ZeitUnabhängigMittevor 5 Tagen
Ifo-Institut: Tankrabatt wurde bei Diesel wohl zu wenig weitergegeben

Die deutsche Bundesregierung führte von Anfang Mai bis Ende Juni 2026 eine Kraftstoffsteuersenkung (Tankrabatt) ein, um die Energiesteuern auf Kraftstoffe in diesem Zeitraum zu senken. Laut einer Analyse des Münchner Ifo-Instituts wurde der Rabatt teilweise, aber nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben. Für Diesel erreichte die durchschnittliche Preissenkung nur 12 Cent pro Liter, deutlich weniger als die Steuersenkung von 16,7 Cent. Im Gegensatz dazu lagen die Preissenkungen für Super-E5- und Super-E10-Benzin bei 17 bzw. 16 Cent pro Liter näher an der Steuersenkung. Das Ifo-Institut stellte fest, dass der Kraftstoffrabatt fast vollständig an Fahrer für superbleieben Benzin weitergegeben wurde. Mit dem Ablauf des Tankrabattes Anfang Juli werden erneut steigende Kraftstoffpreise erwartet, je nach Ölpreisentwicklung. Vor kurzem hatten sinkende Ölpreise zu niedrigeren Kraftstoffpreisen geführt.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert die Ergebnisse des renommierten Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und enthält ausgewogene Daten zum Vergleich verschiedener Brennstofftypen.

Die Zeit logoDie ZeitUnabhängigMittevor 5 Tagen
Ifo Institut: Tankrabatt wurde bei Diesel wohl zu wenig weitergegeben

Eine Analyse des Münchner ifo-Instituts ergab, dass der Rabatt nur teilweise an die Verbraucher weitergegeben wurde, wobei die Dieselpreise einen durchschnittlichen Durchsatz von nur 12 Cent pro Liter zeigten - weit unter der beabsichtigten Verringerung um 16,7 Prozent. Im Gegensatz dazu sahen Super E5 und Super E10-Kraftstoffe einen vollständigeren Durchsatz mit Raten, die der Steuersenkung nahe lagen. Das Institut warnte davor, dass die Kraftstoffpreise Ende Juli wieder steigen könnten, wenn der Rabatt abläuft, obwohl die jüngsten Ölpreisrückgänge die Preise niedrig gehalten haben. Ökonomen stellten fest, dass der unvollständige Durchgang für einige der Vorteile des Dieselrabatts eher auf Ölunternehmen als auf Verbraucher ging.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): In dem Artikel werden die Ergebnisse des ifo-Instituts vorgestellt und mit früheren Behauptungen des Verbands der Mineralölindustrie en2x und der Monopolkommission verglichen.

n-tv logon-tvUnabhängigLinksvor 5 Tagen
Alles super beim Super?: Beim Diesel klafft deutlichste Weitergabe-Lücke des Tankrabatts

Der Artikel befasst sich mit der Diskrepanz zwischen den Kraftstoffpreisreduzierungen (Tank Rabatt), die an Tankstellen angeboten werden, und ihrer tatsächlichen Umsetzung für Dieselkraftstoff.

Tendenz-Einschätzung (Links): In dem Artikel wird das Problem als ein Versagen der Markttransparenz und -gerechtigkeit dargestellt, was darauf hindeutet, dass die Unternehmen ihren Verpflichtungen, die Einsparungen an die Verbraucher weiterzugeben, nicht nachkommen.

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