ON
← Zurück zum Feed
Hongkong: Organisatoren von Mahnwachen schuldig gesprochen
Germany🏛️ PolitikMittevorgestern

Hongkong: Organisatoren von Mahnwachen schuldig gesprochen

Das Oberste Gericht in Hongkong stellte fest, dass ihre Aktivitäten die Staatsgewalt untergruben und die chinesische Verfassung verletzten. Beide wurden 2021 angeklagt und seitdem inhaftiert. Ein weiterer Angeklagter, Albert Ho, bekannte sich schuldig und konnte daher eine geringere Strafe erwarten. Deutschland und Frankreich verurteilten das Urteil und forderten die Freilassung von Chow. Internationale Organisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International kritisieren das Gerichtsurteil als Teil einer gezielten Kampagne, um die Erinnerung an politische Demonstrationen zu unterdrücken.

Das oberste Gericht von Hongkong hat zwei Organisatoren der jährlichen Mahnwachen zum Gedenken an die Niederschlagung der Pro-Demokratie-Proteste in Peking im Jahr 1989 verurteilt, was eine weitere Eskalation der verschärften Kontrolle der Stadt über die Dissidenten darstellt. Der 41-jährige Chow Hang-tung und der 69-jährige Lee Cheuk-yan wurden wegen "Aufstachelung zur Subversion" nach dem Gesetz über die nationale Sicherheit von Hongkong schuldig befunden. Das Urteil wurde vom höchsten Gericht der Stadt gefällt, das entschied, dass die Aktivisten andere dazu ermutigt hatten, sich an illegalen Aktivitäten zu beteiligen, die darauf abzielten, die staatliche Autorität zu untergraben.

Das Gericht gab nicht sofort die genaue Gefängnisstrafe an, obwohl beiden Angeklagten bis zu zehn Jahre Haft drohen. Während des Prozesses leugneten Chow und Lee die Anklagepunkte und argumentierten, dass ihre Forderung nach einem "demokratischen Wandel" die Führung der Kommunistischen Partei nicht ausschließe. Sie behaupteten, dass ihre Bemühungen gewaltfrei seien und auf friedliche Reformen abzielten, anstatt die Regierung zu destabilisieren.

Die Verurteilung erfolgt inmitten erhöhter politischer Spannungen in Hongkong, wo öffentliche Versammlungen seit der Einführung des Nationalen Sicherheitsgesetzes im Jahr 2020 zunehmend eingeschränkt wurden. Diese Gesetzgebung, die von der chinesischen Zentralregierung eingeführt wurde, kriminalisiert Handlungen, die als Bedrohung für die nationale Sicherheit angesehen werden, einschließlich der Befürwortung der Demokratie oder der Kritik an der Regierung.

Deutschland und Frankreich verurteilten gemeinsam das Urteil und äußerten tiefe Besorgnis über die Auswirkungen auf die Menschenrechte und demokratischen Freiheiten in Hongkong. In einer gemeinsamen Erklärung forderten die Regierungen von Berlin und Paris die sofortige Freilassung von Chow, der 2023 mit dem deutsch-französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit ausgezeichnet wurde. Die Europäische Union forderte die Behörden in Hongkong außerdem auf, Raum für eine unabhängige Zivilgesellschaft zu schaffen und die Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu gewährleisten.

In ähnlicher Weise kritisierte Amnesty International das Urteil als Teil einer breiteren Kampagne, um das Vermächtnis der Tiananmen-Aktivisten zu löschen, und nannte es einen "dunklen Meilenstein" bei der Unterdrückung von Dissens. Akademische Experten haben diese Bedenken wiedergegeben. Urania Chiu von der Oxford Brookes University sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass das Urteil eine erschreckende Botschaft an die Zivilgesellschaft Hongkongs sendet und signalisiert, dass selbst friedliche Kritik am Staat nicht mehr toleriert wird. Die Entscheidung spiegelt ein breiteres Muster der zunehmenden Repressionen gegen pro-demokratische Stimmen wider, wobei viele prominente Persönlichkeiten seit der Umsetzung des Sicherheitsgesetzes mit Strafverfolgung oder dem Verschwindenlassen konfrontiert sind.

Der Fall unterstreicht auch die wachsende internationale Kontrolle des Justizsystems Hongkongs, insbesondere in Bezug auf seine Unabhängigkeit und die Einhaltung des ordnungsgemäßen Verfahrens. Während die chinesische Regierung behauptet, dass das Gesetz notwendig ist, um die Stabilität zu gewährleisten, argumentieren Kritiker, dass es verwendet wurde, um die Opposition zum Schweigen zu bringen und die Redefreiheit zu unterdrücken.

2 Berichte

taz – die tageszeitung logotaz – die tageszeitungUnabhängigKonservativFaktentreue 88Objektivität 60vorgestern
Aktivisten in Hongkong verurteilt: „Anstiftung zur Subversion“

Zwei Aktivisten in Hongkong, Lee Cheuk-yan und Chow Hang-tung, wurden wegen "Anstiftung zur Subversion" verurteilt. Sie organisierten jährliche Mahnwachen zum Gedenken an die Niederschlagung der Proteste auf dem Pekinger Tiananmen-Platz im Jahr 1989. Das Gericht beschuldigte sie, andere Menschen zu illegalen Aktionen angestiftet und das politische System Chinas zu untergraben. Beide wurden mit bis zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch kritisierten das Urteil scharf, wobei sie darauf hinwiesen, dass solche Gedenkaktivitäten nun als Verbrechen betrachtet wurden. Ein dritter Angeklagter, Albert Ho, bekannte sich bereits schuldig und könnte daher eine geringere Strafe erhalten.

Tendenz-Einschätzung (Konservativ): Der Artikel betont die staatliche Position Chinas und die Rechtfertigung der Verurteilung durch das Gericht. Der Begriff "Anstiftung zur Subversion" wird als rechtswidrig eingestuft und spiegelt den autoritären Standpunkt wider. Die Kritik der Menschenrechtsorganisationen wird als externe Stimme pr

Warum Faktentreue (88): This article corroborates the details from the first article regarding the convictions of Chow and Lee under 'incitement to subversion,' the potential 10-year sentences, and their prior indictment in 2021. It provides additional context about the nature of the alleged illegal activities and the cour

Warum Objektivität (60): The article uses terms like 'unrechtmäßiges Engagement' (unlawful engagement) and describes the activists as having 'untergraben' (undermined) the state authority, which carries a critical tone. The inclusion of human rights organizations criticizing the verdict further indicates a pro-democracy per

Deutsche Welle (Deutsch) logoDeutsche Welle (Deutsch)Staatlich / öffentlichProgressivFaktentreue 85Objektivität 65vorgestern
Hongkong: Organisatoren von Mahnwachen schuldig gesprochen

Das Oberste Gericht in Hongkong stellte fest, dass ihre Aktivitäten die Staatsgewalt untergruben und die chinesische Verfassung verletzten. Beide wurden 2021 angeklagt und seitdem inhaftiert. Ein weiterer Angeklagter, Albert Ho, bekannte sich schuldig und konnte daher eine geringere Strafe erwarten. Deutschland und Frankreich verurteilten das Urteil und forderten die Freilassung von Chow. Internationale Organisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International kritisieren das Gerichtsurteil als Teil einer gezielten Kampagne, um die Erinnerung an politische Demonstrationen zu unterdrücken.

Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel beschreibt die Verurteilung von Demonstranten, die sich für die Erinnerung an politische Bewegungen einsetzen und deren friedliche Absichten hervorgehoben haben.

Warum Faktentreue (85): The article reports the conviction of Chow Hang-tung and Lee Cheuk-yan by Hong Kong's top court under charges of 'incitement to subversion.' It aligns with the cross-source consensus that they were convicted for organizing annual vigils commemorating the 1989 Tiananmen Square protests. The article a

Warum Objektivität (65): The article presents the verdict as a clear legal judgment but uses emotionally charged language such as 'blutige Niederschlagung' (bloody suppression) and frames the activists as 'Demokratie-Aktivisten' (democracy activists), which may imply a political stance. The mention of Germany and France con

Wie jede Seite berichtete

Dasselbe Ereignis, gruppiert nach der politischen Ausrichtung der berichtenden Medien.

Wie jede Seite berichtete

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Weltweite Berichterstattung

Dasselbe Ereignis, wie es in anderen Ländern berichtet wurde.

Weltweite Berichterstattung

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Faktencheck

Zentrale faktische Aussagen und wie viele Quellen sie bestätigen bzw. bestreiten.

Faktencheck

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Halte die Nachrichten ehrlich.

ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.

Unterstützer werden

Ähnliche Themen