Der rekordverdächtige Sommer mit Hitzewellen und lebensbedrohlichen Temperaturen in Großbritannien hat dringende Warnungen von Experten ausgelöst, dass diese Bedingungen die kühlste Periode unseres Lebens darstellen könnten, wenn keine entschiedenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise ergriffen werden. 9°F) im Juni, was zu fast 3.000 Todesfällen führte, wobei die Hälfte Englands und das gesamte Land Wales Dürre erlebte. Nahrungsmittelknappheit ist aufgetaucht, weil die Klimaresilienz nicht in die Lieferketten integriert wurde.
Auf internationaler Ebene ist die Situation ebenso schlimm: Waldbrände in Spanien und Frankreich haben Tausende Quadratkilometer zerstört und 16 Menschenleben gefordert, und ein Rekordtief des Wasserstands bedroht die industriellen Kerngebiete Europas entlang des Rheins und entblößt verlorene Nazi-Kriegsschiffe an der Donau. Die Aussichten verschlimmern sich, da ein rekordverdächtiger El Niño, eine periodische Erwärmung des Pazifischen Ozeans, die globalen Wettermuster stört und in einigen Regionen extreme Niederschläge und in anderen verheerende Dürren verursacht. Experten warnen, dass die jüngsten Temperaturen keine Anomalien sind, sondern Teil eines Trends, der anhalten wird, wenn die Bemühungen um die Beseitigung fossiler Brennstoffe und die Ausweitung erneuerbarer Energien nicht beschleunigt werden.
Professor Hayley Fowler von der Newcastle University warnt, dass dieser Sommer das am wenigsten extreme Klima sein könnte, mit dem wir in unserem Leben konfrontiert sein werden, es sei denn, Netto-Null-Emissionen werden erreicht. Sie betont die Notwendigkeit von politischem Druck, um die Emissionsreduktionen und die Anpassung der Infrastruktur an extreme Wetterbedingungen zu beschleunigen. Dr. Friederike Otto vom Imperial College London fügt hinzu, dass das aktuelle Klimaszenario mit jahrzehntelangen wissenschaftlichen Vorhersagen übereinstimmt. Sie betont jedoch, dass die Zukunft nicht festgelegt ist, jede Tonne CO2 vermieden wird, reduziert die zukünftige Erwärmung und mildert Auswirkungen.
Gareth Redmond-King von der Energy & Climate Intelligence Unit widerspricht diesen Ansichten und sagt, dass der aktuelle heiße und gefährliche Sommer einer der kühlsten sein könnte, wenn der Verbrauch fossiler Brennstoffe anhält. Er unterstreicht die Dringlichkeit, Netto-Null-Ziele zu verfolgen, um das Klimagleichgewicht wiederherzustellen. Der Vorsitzende der Grünen Partei, Zack Polanski, kritisiert die Regierung für unzureichende Maßnahmen gegen die Klimakrise und fordert den neuen Premierminister auf, stärkere Maßnahmen zu ergreifen. Er hebt den möglichen Neustart der Nordsee-Bohrungen durch Andy Burnham hervor, dem er vorwirft, das Problem zu verschärfen.
Fleur Anderson, Labour-Abgeordnete und Vorsitzende der Allparteien-Fraktion für Klimawandel, fordert koordinierte Regierungsstrategien für alle Abteilungen, um die Auswirkungen des Klimas umfassend anzugehen.
In Deutschland haben niedrige Wasserstände an den Rhein- und Donau-Flüssen den Transport beeinträchtigt, während die Kernreaktoren gezwungen waren, den Betrieb aufgrund von Kühlungsproblemen einzustellen. Die landwirtschaftlichen Erträge haben gelitten, wobei Getreide wie Mais und Sonnenblumen allein im Juli einen Verlust von 6-7% erlitten haben. Hitzebedingte Todesfälle sind gestiegen, wobei allein in Deutschland über 10.000 Todesfälle verzeichnet wurden. Die finanzielle Belastung für die Bewältigung dieser Krisen steigt.
Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass sich der kumulative wirtschaftliche Schaden über die unmittelbaren Verluste hinaus erstrecken wird, wobei anhaltende Dürren kaskadierende Auswirkungen auf die verschiedenen Branchen auslösen werden. Eine Mega-Dürre von 2015 bis 2018 kostete Europa 439 Milliarden Euro, was die langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen des anhaltenden Klimastresses unterstreicht. Mit fortschreitendem Sommer werden die Auswirkungen auf die Wirtschaft und Gesellschaft Europas zunehmend ausgeprägt. Südeuropa sieht sich einem rückläufigen Tourismus und steigender Inflation gegenüber, wobei extreme Hitze traditionelle Reiseziele weniger attraktiv macht. Der Tourismus verschiebt sich in Richtung nördlicher Regionen und wirkt sich auf lokale Volkswirtschaften aus, die auf saisonale Besucher angewiesen sind.
In der Zwischenzeit sind die Nahrungsmittelpreise volatil und stellen die geldpolitischen Rahmenbedingungen in Frage. Die Europäische Zentralbank kämpft mit dem Ausgleich der Inflationskontrolle inmitten der durch das Klima verursachten Störungen. Mit der Intensivierung des El Niño-Effekts versprechen die kommenden Monate weitere Belastungen für Ressourcen, Infrastruktur und öffentliche Gesundheit, was die dringende Notwendigkeit anpassungsfähiger Politiken und globaler Zusammenarbeit zur Minderung der laufenden und zukünftigen Klimafolgen unterstreicht.
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