Am 7. August gab das spanische Verteidigungsunternehmen Indra bekannt, dass der Satellitenbetreiber Hispasat, dessen Mehrheitsanteil in der Firma liegt, als Hauptauftragnehmer für das sichere Satellitennetzwerk IRIS2 der Europäischen Union ausgewählt wurde. Der Vertrag umfasst die Verantwortung für Antennen, Steuerungssysteme und Bodenverbindungen mit einem Budget von mehr als 1,6 Milliarden Euro. Hispasat, das zu 89,68% im Besitz von Indra ist, wird auch die Niedrig-Erdumlaufbahn-Schicht für Direct-to-Device- und Internet-of-Things-Konnektivität leiten, wobei bis zu 600 Millionen Euro für diesen Zweck bereitgestellt werden. Die Vergabe erfolgte nach Gesprächen zwischen der Europäischen Kommission, der Europäischen Weltraumorganisation und SpaceRISE, einem Konsortium aus Eutelsat, SES und Hispasat. Die IRIS2-Konstellation wird voraussichtlich im Jahr 2030 mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 15,6 Milliarden Euro beginnen, darunter 4 Milliarden Euro von SpaceRISE.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält sachliche Informationen über einen großen Verteidigungsauftrag, der an Hispasat, eine Tochtergesellschaft von Indra, vergeben wurde, ohne offen eine bestimmte politische Ideologie zu begünstigen.





