ON
← Zurück zum Feed
Harte Musik, abgehärtete Fans – Heavy Metal bald im Einsatz als Schmerztherapie?
CH🏛️ PolitikMittegestern

Harte Musik, abgehärtete Fans – Heavy Metal bald im Einsatz als Schmerztherapie?

Eine Studie, die auf dem Wacken Open Air Heavy Metal Festival in Deutschland durchgeführt wurde, untersuchte die Auswirkungen von Heavy Metal-Musik auf die Schmerztoleranz. Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Dresden verwendeten einen Eisbad-Test mit 122 Freiwilligen vor und nach Konzerten. Die Ergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer zwar keine geringeren Schmerzen erlebten, aber nach dem Hören von Heavy Metal länger Unbehagen ertragen konnten. Dies deutet darauf hin, dass die Musik die emotionale Akzeptanz unangenehmer Empfindungen verbessern könnte. Die Studie hebt potenzielle Anwendungen für chronische Schmerzpatienten hervor, bei denen das Ausdrücken von Wut oder Frustration von Vorteil sein könnte.

Am 2. September 2026 führten Forscher ein ungewöhnliches Experiment während des Wacken Open Air Festivals in Deutschland durch, einem der weltweit größten Heavy Metal-Musikveranstaltungen. Die Studie, die von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Dresden geleitet wurde, zielte darauf ab, zu erforschen, wie das Hören von Heavy-Metal-Musik die Schmerztoleranz beeinflusst. Über 122 Freiwillige nahmen an dem Experiment teil, das in einem kleinen Eisbad auf dem Festivalgelände stattfand. Die Teilnehmer legten ihre Arme und Hände in kaltes Wasser, während ihre Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität mit einem Elektrokardiogramm (EKG) gemessen wurden.

Diese Messungen dienten als Indikatoren für emotionale Reaktionen und Stresslevel. Der Test wurde sowohl vor als auch nach dem Besuch von Heavy-Metal-Konzerten wiederholt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer zwar nicht weniger Schmerzen erlebten als vor dem Konzert, aber nach dem Konzert länger Unannehmlichkeiten ertragen konnten. Dies deutet darauf hin, dass die Exposition gegenüber Heavy-Metal-Musik die Fähigkeit zur Tolerierung unangenehmer Empfindungen verbessern könnte. Der Effekt erschien am stärksten bei Teilnehmern, die wenig oder keinen Alkohol konsumiert hatten, da Alkohol die Schmerztoleranz unvorhersehbar beeinflussen kann.

Lydia Schneider, die das Experiment leitete, erklärte, dass bestimmte Bereiche des Gehirns für die Verarbeitung von Emotionen und Schmerzen verantwortlich sind. Sie stellte fest, dass Musik als Schlüssel zur Entsperrung dieser emotionalen Reaktionen fungieren kann. Laut Schneider deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Heavy-Metal-Musik den Menschen helfen kann, negative Gefühle wie Wut oder Frustration besser zu akzeptieren und möglicherweise bei der Behandlung von chronischen Schmerzen zu helfen. Tom Fritz, Leiter des Teams, das musikinduzierte Neuroplastizität untersucht, betonte die potenziellen Auswirkungen der Forschung. Er wies darauf hin, dass beruhigende Musik in klinischen Umgebungen oft zur Förderung der Entspannung und positiver Emotionen verwendet wird.

Für Personen, die mit intensiven Emotionen wie Wut oder Frustration zu tun haben, die bei chronischen Schmerzen häufig sind, könnte Heavy Metal jedoch eine andere Art von therapeutischem Nutzen bieten. Fritz schlug vor, dass Musik, die in der Lage ist, solche Emotionen auszudrücken und zu regulieren, eine Rolle bei der Verringerung des Fortschritts chronischer Schmerzzustände spielen könnte. Die Studie wirft faszinierende Fragen über die zukünftigen Anwendungen von Heavy Metal-Musik über die Unterhaltung hinaus auf.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Musik mit hoher emotionaler Intensität, wie beispielsweise Heavy Metal, als ein Werkzeug dienen könnte, um Patienten bei der Bewältigung ihrer emotionalen Zustände zu helfen und möglicherweise ihre Schmerzempfindung im Laufe der Zeit zu reduzieren.

1 Berichte

SRF News logoSRF NewsStaatlich / öffentlichMitteFaktentreue 85Objektivität 75gestern
Harte Musik, abgehärtete Fans – Heavy Metal bald im Einsatz als Schmerztherapie?

Eine Studie, die auf dem Wacken Open Air Heavy Metal Festival in Deutschland durchgeführt wurde, untersuchte die Auswirkungen von Heavy Metal-Musik auf die Schmerztoleranz. Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Dresden verwendeten einen Eisbad-Test mit 122 Freiwilligen vor und nach Konzerten. Die Ergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer zwar keine geringeren Schmerzen erlebten, aber nach dem Hören von Heavy Metal länger Unbehagen ertragen konnten. Dies deutet darauf hin, dass die Musik die emotionale Akzeptanz unangenehmer Empfindungen verbessern könnte. Die Studie hebt potenzielle Anwendungen für chronische Schmerzpatienten hervor, bei denen das Ausdrücken von Wut oder Frustration von Vorteil sein könnte.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine wissenschaftliche Studie über die psychologischen Auswirkungen von Heavy-Metal-Musik ohne offensichtliche ideologische Rahmenbedingungen.

Warum Faktentreue (85): The article provides specific details about the study conducted at the Wacken Open Air festival, including the involvement of the Max-Planck Institute, the methodology involving an ice bath test, and the findings regarding increased pain tolerance after listening to heavy metal music. These details

Warum Objektivität (75): The article uses descriptive language such as 'harte Musik' and 'abgehärtete Fans,' which may subtly imply a positive view of heavy metal culture. While it presents the research findings objectively, the framing emphasizes the cultural significance of the festival and the genre, potentially introduc

Wie jede Seite berichtete

Dasselbe Ereignis, gruppiert nach der politischen Ausrichtung der berichtenden Medien.

Wie jede Seite berichtete

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Weltweite Berichterstattung

Dasselbe Ereignis, wie es in anderen Ländern berichtet wurde.

Weltweite Berichterstattung

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Faktencheck

Zentrale faktische Aussagen und wie viele Quellen sie bestätigen bzw. bestreiten.

Faktencheck

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Halte die Nachrichten ehrlich.

ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.

Unterstützer werden

Ähnliche Themen