Der Artikel behandelt Hans Ulrich Obrists kuratorisches Projekt für den Vatikanischen Pavillon auf der Biennale von Venedig, das sich auf die mittelalterliche Mystikerin Hildegard von Bingen konzentriert. Obrist erklärt seine Inspiration für die Ausstellung, die in seiner frühen Exposition gegenüber mittelalterlichen Manuskripten und seiner späteren Forschung zu Hildegards Werk verwurzelt ist. Die Ausstellung mit dem Titel "Das Auge ist das Ohr der Seele" findet im "Mystischen Garten" des Karmelitenklosters Scalzi in Venedig statt, einem seltenen offenen Raum in der Stadt. Obrist hebt Hildegards Bedeutung als universelle Gelehrte, Heilerin und feministische Figur hervor, die die Geschlechternormen ihrer Zeit in Frage gestellt hat. Die Ausstellung kombiniert Klanginstallationen mit Elementen des Gartens und betont Themen wie Spiritualität, Ökologie und Stille inmitten des städtischen Chaos.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine kulturelle und künstlerische Diskussion ohne politische Kontroversen. Er konzentriert sich auf historische Persönlichkeiten, Kunstausstellungen und philosophische Themen und nicht auf politische Ideologien oder Politiken.



