Paraguay kündigte am Samstag, dem 15. August, an, mehr als 50 Tonnen humanitäre Hilfe zur Unterstützung der Opfer des Erdbebens in Kolumbien zu senden. Präsident Santiago Peña enthüllte während einer Morgen-Pressekonferenz, dass die Lieferung Medikamente, medizinische Versorgung und nicht verderbliche Lebensmittel enthält, die in wenigen Stunden in Medellín ankommen sollen.
Die Erdbeben verursachten weit verbreitete Verwüstungen, was zu Hunderten von Toten, Tausenden von Verletzten und Zehntausenden von Vertriebenen führte. Ganze Gemeinden wurden in Trümmern zurückgelassen, viele Häuser wurden zerstört oder unbewohnbar gemacht. Zu den am stärksten betroffenen Gebieten gehörten Städte wie San José del Palmar, wo etwa 6.000 Einwohner direkt betroffen waren.
Amparo starb zum Beispiel, als sie ihre Enkelin Violeta schützte, während Lenny es schaffte, seinen Hund Salomón zu retten, bevor er selbst erlag. Die Tragödie hat auch tiefe gesellschaftliche Brüche aufgedeckt, wobei einige Individuen die Krise nach Berichten für politischen Gewinn oder persönlichen Nutzen ausgenutzt haben. Trotz dieser Herausforderungen gab es bemerkenswerte Solidaritätsakte. Die neue kolumbianische Regierung hat sich zusammen mit lokalen Behörden und Gemeindeführern schnell mobilisiert, um Hilfsaktionen zu organisieren.
Die First Lady Ana Lucía Pineda leitete eine Kampagne zur Förderung von Spenden durch die "tigresas de la patria", eine Bewegung von Frauen, die zur Sache beitragen. In Bogotá arbeitete First Lady Carolina Deik zusammen mit dem Roten Kreuz, um Hilfe zu erhalten, zu sortieren und zu verteilen. Über 500 Tonnen Vorräte wurden bereits aus der Hauptstadt geschickt, was ein historisches Niveau der nationalen Solidarität darstellt.
Der indigenen Führer Luis Ángel Gindrama der Embera-Gemeinde hat die mangelnde Aufmerksamkeit auf die Not der indigenen Gruppen im Chocó-Department kritisiert. Er erklärte, dass der Schaden für ihre Gemeinden nicht ausreichend erkannt wurde, noch wurde die Situation auf die nationale oder internationale Aufmerksamkeit gebracht. Laut Gindrama wurde stattdessen der Fokus auf größere Städte wie Pereira, Manizales und Cali gelegt, wodurch die indigenen Bevölkerungen im Schatten bleiben. Er betonte, dass viele Familien immer noch in extremen Bedingungen leben und forderte eine sofortige Intervention der Regierung.
Der Führer wies auch darauf hin, dass die Krise in Chocó dem Erdbeben vorausgeht, da sie durch die jüngsten Stürme verschärft wurde, die Häuser und Infrastruktur beschädigten. In einem anderen Fall der Basisaktion startete ein Friseur namens Emerson Cuesta Becerra aus Quibdó eine einzigartige Initiative, um seinen Mitbürgern zu helfen.
Dieser Ansatz spiegelt das breitere Thema von gemeinschaftsgetriebenen Lösungen wider, bei denen Einzelpersonen Wege finden, um inmitten des Chaos einen greifbaren Unterschied zu machen. Dennoch war die Lieferung der Hilfe nicht ohne Hindernisse. Am Samstag, den 15. August, wurde ein Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern in der Nähe von Ciudad Bolívar von vier bewaffneten Männern auf Motorrädern angegriffen. Die Angreifer feuerten auf das Fahrzeug, wodurch vier Schläge auf die Fahrerkabine verursacht wurden. Ein zweiter Lastwagen kollidierte später mit einem der Motorräder, was die Angreifer zur Flucht zwang. Glücklicherweise blieb die Ladung intakt, und die Fahrer wurden unversehrt.
Trotz des Vorfalls bestätigten Beamte, dass die Chocó-Regierung die Verteilung der Hilfe sowohl über Land als auch über die Luft koordiniert und eng mit militärischen und zivilen Behörden zusammenarbeitet, um den Zugang zu entlegenen Gebieten zu gewährleisten.
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