Eine in "Development and Psychopathology" veröffentlichte Studie stellt fest, dass soziale Isolation in der Kindheit die Wahrscheinlichkeit, dass junge Menschen in ihren frühen Zwanzigern NEET (Not in Education, Employment, or Training) werden, signifikant erhöht. Die Forschung analysierte Daten von 2.232 Personen, die von der Geburt bis zum jungen Erwachsenenalter verfolgt wurden, und ergab, dass soziale Isolation einen stärkeren Einfluss auf den Bildungsstand und die Beschäftigungsfähigkeit hatte als Faktoren wie psychische Probleme in der Kindheit. Die Studie unterscheidet zwischen Einsamkeit (emotionaler Zustand) und sozialer Isolation (Mangel an Interaktion mit Gleichaltrigen), und stellt fest, dass Isolation eher mit schlechten Lebensergebnissen verbunden ist als nur sich einsam zu fühlen. Die Ergebnisse unterstreichen die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten sozialer Isolation bei Jugendlichen, wobei die meisten isolierten Personen mit fast 2,4-mal höheren Chancen konfrontiert sind, NEET im Alter von 18 Jahren zu werden.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Während die Studie ein bedeutendes soziales Problem mit potenziellen politischen Implikationen hervorhebt, werden die Ergebnisse in dem Artikel als objektive Forschung ohne offensichtliche ideologische Rahmenbedingungen dargestellt.





