Griselda Siciliani spielt die Rolle von Moria Casán in der achtteiligen Netflix-Serie Moria, die am Freitag Premiere fand. Die von Javier Van de Couter kreierte und inszenierte Produktion zeigt drei Schauspielerinnen, die verschiedene Phasen von Casáns Leben darstellen: Sofía Gala Castiglione, Griselda Siciliani und Cecilia Roth. Siciliani porträtiert Casán von ihren Vierzigern bis zu ihren Sechzigern, einschließlich ihres Übergangs zu einer Talkshow-Moderatorin mit Entre Moria y vos im Jahr 2001 und ihrer Entscheidung, ihre Autobiografie Me Moria zu schreiben, die 2012 veröffentlicht wurde.
Die Serie umfasst Casáns Reise von ihren frühen Tagen im Kabaret-Theater bis zu ihrem aktuellen Status als einflussreiche Persönlichkeit, die sich ihrem 80. Geburtstag nähert, den sie am 16. Juni feiern wird. Die Produktion wurde von About Entertainment entwickelt, einer argentinischen Produktionsfirma unter der Leitung von Mercedes Reincke und Armando Bo. Siciliani, die zuvor Zulema Yoma in Menem spielte, sprach darüber, wie sie sich solchen komplexen Rollen nähert. Sie betonte die Bedeutung einer gründlichen Vorbereitung, einschließlich des Studiums umfangreicher Materialien über den Charakter. In diesem Fall hatte sie Zugang zu Casáns Autobiografie, die sie gelesen hat, noch bevor sie die Drehbücher für die Serie erhalten hat.
Sie beschrieb den Prozess des Verständnisses von Casán's Essenz als einen tiefen emotionalen Engagement. Sie bemerkte, dass Casán ständig der öffentlichen Kontrolle ausgesetzt ist und nicht einer Strategie oder Selbstzensur zu folgen scheint. Stattdessen umarmt sie ihre Erfahrungen offen, was Siciliani gezwungen fühlte, sie in ihrer Darstellung zu replizieren.
Diese Denkweise half ihr, sich trotz der physischen und emotionalen Distanz zwischen ihnen mit dem Charakter zu verbinden. Die Serie erforscht Themen von Zeit und Relevanz und spiegelt Casáns Fähigkeit wider, persönliche Herausforderungen in einzigartige Ausdrücke von sich selbst zu verwandeln. Siciliani hob hervor, wie Casán ihre Mängel kontinuierlich neu erfindet und Unbehagen in Unterscheidungskraft verwandelt. Sie bleibt nicht in der Vergangenheit, erklärte Siciliani. Diese Widerstandsfähigkeit schlug bei Siciliani nach, die Parallelen zwischen Casáns Reise und universellen menschlichen Erfahrungen wie Mutterschaft, Arbeit und Relevanz fand. Siciliani erkannte, dass die Interpretation von Casán sowohl Forschung als auch Vorstellungskraft erforderte.
Während sie sich stark auf die Videoanalyse stützte, um Casáns Manierismen, Sprachmuster und Denkprozesse zu verstehen, engagierte sie sich auch in kreativen Spekulationen darüber, wie Casán in hypothetischen Situationen reagieren könnte. "Schauspielen beinhaltet Vorstellung", sagte sie. "Die Erfahrung, Casán zu verkörpern, hinterließ einen bleibenden Eindruck auf Siciliani". Sie reflektierte über die gemeinsamen menschlichen Bedenken, die in der Serie erforscht wurden, und stellte fest, dass sowohl sie als auch Casán trotz ihrer Unterschiede aus einem Tanzhintergrund stammen, was ihr half, sich mit dem Charakter zu verbinden. "Es fühlte sich an, als würde sie in ihrem Körper stehen", sagte sie.
Die Serie bietet ein facettenreiches Porträt von Casán, das ihre beruflichen Leistungen mit persönlichen Reflexionen verbindet. Sie fängt die Entwicklung einer Frau ein, die in einer sich schnell verändernden Welt durch Ruhm, Altern und Identität navigiert. Siciliani's Performance fügt dieser Erzählung Tiefe hinzu und bietet den Zuschauern einen Einblick in die Komplexität einer öffentlichen Persönlichkeit, deren Leben sowohl von Bewunderung als auch von Kontroversen geprägt wurde. Im Laufe der Serie verspricht sie, Einblick in das bleibende Vermächtnis von Casoriaán zu geben, sowohl als Künstlerin als auch als kulturelle Ikone.
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