Das indische IT-Ministerium erwägt, die rechtliche Immunität, die als "Safe Harbor" bekannt ist, für soziale Medienplattformen wie Facebook, Instagram, YouTube und X hinsichtlich von von Nutzern generierten Inhalten aufzuheben. Beamte argumentieren, dass diese Plattformen, da sie Algorithmen zur Auswahl und Verbreitung von Inhalten verwenden, eher wie Redakteure als wie passive Informationsübermittler agieren, im Gegensatz zu traditionellen Internetdienstanbietern oder Messaging-Apps. Diese potenzielle Änderung zielt darauf ab, die Plattformen für Inhalte verantwortlich zu machen, die gegen indische Gesetze verstoßen, und weicht damit vom aktuellen Rahmen ab, in dem sie vor Haftung für Beiträge von Drittanbietern geschützt sind. Die Umsetzung dieser Änderungen würde eine Änderung des Informationstechnologiegesetzes von 2000 durch parlamentarische Zustimmung erfordern. Es wird erwartet, dass dieser Schritt zu erheblichen Spannungen zwischen der Regierung und dem Technologiesektor führen wird, obwohl Anfragen an zuständige Ministerien und Unternehmen bisher keine unmittelbare Antwort hervorgerufen haben.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Bericht stützt sich auf anonyme Aussagen hochrangiger Regierungsbeamter, um die Begründung darzulegen, und weist gleichzeitig darauf hin, dass von den betroffenen Technologieunternehmen keine Stellungnahmen vorliegen. Die politische Debatte wird dabei neutral dargestellt, ohne eine eigene Wertung der vorgeschlagenen Regelung abzugeben.



