Fritz Wendl, ein ehemaliger Journalist des österreichischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks ORF, ist im Alter von 79 Jahren verstorben. Er starb in der Nacht vom 18. auf den 19. August, wie eine offizielle Erklärung des ORF am Freitag mitteilte. Wendl war ein langjähriger Radijournalist, der vor allem für seine Arbeit als Moderator der Ö1-Zeitschriften und für die Mitbegründung des Verbrauchermagazins Help bekannt war. Er leitete auch die Abteilung für Verbraucher im Radio und war viele Jahre Vorsitzender der Redaktion. Er zog sich 2012 aus dem aktiven Dienst zurück. Wendls Karriere umfasste mehrere Jahrzehnte innerhalb des österreichischen öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems. Als Moderator der Ö1-Zeitschriften wurde er im Laufe der Jahre zu einer vertrauten Stimme für die Zuhörer.
Seine Rolle bei der Gründung von Help, einem Programm, das sich auf Verbraucherfragen konzentrierte, trug wesentlich zur Identität des Öffentlichen Rundfunks in Österreich bei. Die Sendung wurde für ihr Engagement für öffentliche Werte und Qualitätsjournalismus anerkannt. Laut ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher war Wendl eine starke Stimme für Ö1 und spielte durch seine Arbeit an der Hilfe eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der Marke des Öffentlichen Rundfunks.
Neben seinen Beiträgen im Fernsehen hatte Wendl eine zentrale Rolle als Vertreter der Redaktion. 22 Jahre lang war er Vorsitzender der Redaktion und auch nach seiner Pensionierung im Jahr 2012 weiterhin Ehrenvorsitzender. Sein Einfluss erstreckte sich über die formellen Pflichten hinaus und bot Führung und Unterstützung für aufeinanderfolgende Generationen von Redaktionsvertretern in herausfordernden Angelegenheiten im Zusammenhang mit der journalistischen Unabhängigkeit.
Barbara Teiber, Präsidentin der GPA, stellte fest, dass Wendl glaubte, dass unabhängiger und qualitativ hochwertiger Journalismus nur mit Mitarbeiterbeteiligung und stabilen Arbeitsbedingungen existieren könne. Wolfgang Katzian, Präsident des breiteren Gewerkschaftsverbandes ÖGB, beschrieb Wendl als aufrichtigen und engagierten Kämpfer für faire Arbeitsbedingungen innerhalb der ORF. Nadja Igler, eine ORF-Journalistin und Leiterin der Wirtschaftsabteilung der ORF und ihrer Tochtergesellschaften innerhalb der GPA, sprach hoch von Wendls politischem Engagement und Leidenschaft für Advocacy. Sie beschrieb ihn als jemanden, der oft die stärkeren Argumente hatte und daher manchmal unbequem erschien, aber dennoch standhaft bei der Unterstützung von Journalisten blieb.
"Wir werden ihn und seinen Antrieb vermissen", sagte sie. Wendl's Vermächtnis erstreckt sich über mehrere Bereiche, Journalismus, öffentliches Rundfunk und Arbeitsvertretung. Seine Beiträge waren sowohl im Studio als auch hinter den Kulissen spürbar und beeinflussten die Politiken und Praktiken, die die Landschaft der österreichischen Medien prägten.
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