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Verfassungsrat kippt Social-Media-Verbot
Austria🏛️ PolitikEher progressivvor 9 Tagen

Verfassungsrat kippt Social-Media-Verbot

Der französische Verfassungsrat hat ein Gesetz über das Verbot der Nutzung sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren aufgehoben und es als "unverhältnismäßige Verletzung" der Rede- und Kommunikationsfreiheit eingestuft. Das Gesetz sollte ursprünglich am 1. September in Kraft treten, wurde aber ausgesetzt, nachdem der Rat es als zu umfassend befunden hatte, da es auf Online-Dienste gelten könnte, bei denen keine Risiken für die Gesundheit und Sicherheit von Minderjährigen nachgewiesen wurden. Der Rat erkannte zwar die verfassungsmäßige Pflicht zum Schutz des Kindeswohls an, kritisierte aber die begrenzten Ausnahmen, die im Gesetz erlaubt sind, wie z. B. Bildungsressourcen. Präsident Emmanuel Macron hatte das Verbot stark unterstützt und es als "großen Fortschritt" bezeichnet, plant nun jedoch, bis Anfang 2027 ein neues Gesetz zu erarbeiten, das sowohl mit den Beschlüssen des Rates als auch mit den Verordnungen im Einklang steht. Die EU-Kommission hatte zuvor eine Überarbeitung des ursprünglichen Vorschlags beantragt, der als unvereinbar mit dem EU-Recht angesehen wurde.

Der französische Verfassungsrat hat ein Gesetz, das Anfang des Jahres vom Parlament verabschiedet wurde und das Kindern unter 15 Jahren den Zugriff auf Social-Media-Plattformen verboten hätte, aufgehoben. Der Rat entschied am Freitag, dass das Verbot eine "unverhältnismäßige Einmischung" in die Meinungsfreiheit und die Kommunikationsrechte von Minderjährigen darstelle. Das Gesetz sollte am 1. September in Kraft treten. Der Rat erkannte seine verfassungsmäßige Verpflichtung an, das Wohlergehen von Kindern zu schützen, wies jedoch darauf hin, dass der breite Geltungsbereich des Verbots auf Online-Kommunikationsdienste angewendet werden könnte, bei denen keine Risiken für die Gesundheit und Sicherheit von Minderjährigen nachgewiesen wurden.

Nach dem Urteil wurden Ausnahmen für Online-Enzyklopädien und Bildungs- und Wissenschaftsverzeichnisse in das Gesetz aufgenommen. Der Rat fand diese Ausnahmen jedoch zu begrenzt. Die Entscheidung erfolgte, nachdem die Nationalversammlung den Rat mit der Überprüfung des Gesetzes Ende Juli beauftragt hatte. Nach der Entscheidung des Rates wies Macron sofort Premierminister Sébastien Lecornu an, einen neuen Gesetzgebungsvorschlag zu erstellen. Die Regierung plant, das überarbeitete Verbot bis Anfang 2027 umzusetzen. Lecornu muss schnell daran arbeiten, einen Entwurf zu erstellen, der sowohl das Urteil des Rates als auch die Vorschriften der Europäischen Union berücksichtigt.

Vor der Verabschiedung des Gesetzes hatte die Europäische Kommission eine Überarbeitung angefordert, da der ursprüngliche Entwurf des Senats die Zuständigkeiten der EU verletzte. Die Regierung argumentierte, dass das aufgehobene Gesetz mit zukünftigen europäischen Vorschriften vereinbar gewesen wäre. Frankreich war das erste Land in Europa, das ein solches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche erließ. Das Ziel der Gesetzgebung war es, die schädlichen Auswirkungen sozialer Netzwerke auf junge Nutzer zu mildern, einschließlich Sucht, Cybermobbing, Schlafstörungen und dem Vergleich mit anderen oder verzerrten Körperbildern. Der ständige Druck, sich selbst und unrealistische Erwartungen zu präsentieren, kann das Risiko von Angst und Depression erhöhen.

Plattformen wie WhatsApp und YouTube, die teilweise als soziale Netzwerke fungieren, hätten eine Altersverifizierung für Funktionen wie Sharing-Kanäle und Kommentarbereiche benötigt. Allein das Ansehen von Videos wäre nicht betroffen gewesen. Das Gesetz enthielt keine Strafen für Kinder oder ihre Eltern, die gegen die Einschränkungen verstoßen. Stattdessen wurde die Verantwortung für die Altersverifizierung auf Plattformen gelegt. Ähnliche Maßnahmen wurden vor einem halben Jahr in Australien umgesetzt, aber eine Studie zeigte, dass zwei Drittel der Nutzer immer noch auf soziale Medien zugreifen, indem sie falsche Altersinformationen bereitstellen oder Bilder verwenden, die von Plattformen als Beweis für das Alter akzeptiert werden.

Der Rat hat diesen Teil des Gesetzes in seinem Urteil nicht angesprochen. Soziale Medienverbote für Kinder und Jugendliche existieren bereits in Ländern wie Australien, Brasilien, Indonesien und mehreren anderen. Österreich erwägt ähnliche Beschränkungen für Kinder unter 14 Jahren. Die französische Regierung hatte ursprünglich geplant, das Verbot durch plattformbasierte Kontrollen durchzusetzen, anstatt Benutzern direkte Strafen zu verhängen.

Die Entscheidung des Rates unterstreicht die laufende Debatte über die Balance zwischen digitalen Freiheiten und dem Schutz des Jugendwohls. Die Regierung wird sich nun darauf konzentrieren, einen neuen Gesetzentwurf zu erarbeiten, der sowohl mit verfassungsrechtlichen Anforderungen als auch mit internationalen Standards übereinstimmt.

3 Berichte

ORF News logoORF NewsStaatlich / öffentlichMitteFaktentreue 98Objektivität 90vor 9 Tagen
Verfassungsrat kippt Social-Media-Verbot

Der französische Verfassungsrat hat ein Gesetz über das Verbot der Nutzung sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren aufgehoben und es als "unverhältnismäßige Verletzung" der Rede- und Kommunikationsfreiheit eingestuft. Das Gesetz sollte ursprünglich am 1. September in Kraft treten, wurde aber ausgesetzt, nachdem der Rat es als zu umfassend befunden hatte, da es auf Online-Dienste gelten könnte, bei denen keine Risiken für die Gesundheit und Sicherheit von Minderjährigen nachgewiesen wurden. Der Rat erkannte zwar die verfassungsmäßige Pflicht zum Schutz des Kindeswohls an, kritisierte aber die begrenzten Ausnahmen, die im Gesetz erlaubt sind, wie z. B. Bildungsressourcen. Präsident Emmanuel Macron hatte das Verbot stark unterstützt und es als "großen Fortschritt" bezeichnet, plant nun jedoch, bis Anfang 2027 ein neues Gesetz zu erarbeiten, das sowohl mit den Beschlüssen des Rates als auch mit den Verordnungen im Einklang steht. Die EU-Kommission hatte zuvor eine Überarbeitung des ursprünglichen Vorschlags beantragt, der als unvereinbar mit dem EU-Recht angesehen wurde.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt eine ausgewogene Darstellung der rechtlichen Herausforderung für das Social-Media-Verbot dar, einschließlich der Perspektiven des Verfassungsrats, Präsident Macrons und der EU-Kommission.

Warum Faktentreue (98): This article provides detailed and accurate reporting on the Constitutional Council’s decision, including the rationale that the ban was disproportionate and lacked sufficient safeguards. It also mentions President Macron’s response and plans for a new bill by 2027, which aligns with the cross-sourc

Warum Objektivität (90): While the article includes background on Macron’s support for the original law, it remains largely neutral in tone. However, it slightly emphasizes Macron’s actions after the ruling, which may introduce a subtle framing toward his position.

Kurier logoKurierParteinahProgressivFaktentreue 96Objektivität 88vor 9 Tagen
Frankreich: Verfassungsrat kippt Social-Media-Verbot für Kinder

Der französische Verfassungsrat hat ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz aufgehoben, das Kindern unter 15 Jahren die Nutzung von Social-Media-Plattformen verboten hätte. Der Rat entschied, dass die Maßnahme einen "unverhältnismäßigen Verstoß" gegen die Meinungsfreiheit und die Kommunikationsrechte darstellt. Das Gesetz wurde im Juli von beiden Kammern des Parlaments mit breiter Unterstützung gebilligt und sollte am 1. September in Kraft treten. Der Rat erkannte die verfassungsmäßige Pflicht zum Schutz des Kindeswohls an und wies darauf hin, dass das umfassende Verbot für Online-Dienste gelten könnte, bei denen Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Minderjährige nicht nachgewiesen wurden. Frankreich wurde das erste Land in Europa, das solche Einschränkungen vorschlägt, um schädliche Auswirkungen von Online-Netzwerken auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen zu verhindern. Ähnliche Maßnahmen werden in mehreren anderen Ländern wie Australien, Brasilien, Indonesien und Österreich geprüft.

Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel formuliert die Entscheidung als Schutz der Rechte von Kindern und betont die Besorgnis über Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, was mit progressiven Politiken übereinstimmt, die oft mit linken Perspektiven verbunden sind.

Warum Faktentreue (96): The article accurately describes the Constitutional Council’s rejection of the social media ban for minors under 15, citing concerns over proportionality and insufficient evidence of harm. It also correctly notes that France was the first European country to consider such restrictions and mentions t

Warum Objektivität (88): The article introduces some contextual details like France being the first European country to propose such a ban, which adds depth but slightly shifts focus away from the core legal decision. Some phrasing, like 'health-harming effects,' may carry a slight evaluative tone.

ORF News logoORF NewsStaatlich / öffentlichMitteFaktentreue 95Objektivität 93vor 9 Tagen
Frankreich: Gericht kippt Social-Media-Verbot

Das französische Verfassungsgericht hat gegen einen Gesetzesvorschlag entschieden, der darauf abzielte, Minderjährigen unter 15 Jahren den Zugriff auf Social-Media-Plattformen zu verbieten. Das Gericht erklärte, dass die Gesetzgebung die Meinungsfreiheit verletze und argumentierte, dass das Gesetz keine klaren Bedingungen oder Grenzen für die Überprüfung des Alters der Nutzer vorsieht. Das Urteil hebt Bedenken über den Mangel an rechtlichen Garantien hervor, die für die effektive Umsetzung solcher Einschränkungen erforderlich sind.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert die Entscheidung des französischen Verfassungsgerichtshofs ohne offen eine politische Ideologie zu begünstigen.

Warum Faktentreue (95): The article accurately reports that France’s Constitutional Council blocked a law banning minors under 15 from social media, citing violations of freedom of expression. It correctly states the court found legal guarantees were not ensured due to lack of precise age verification rules. The facts alig

Warum Objektivität (93): The article presents the information neutrally, using standard journalistic language. There is no overt bias or emotional language, though it does briefly mention the court’s reasoning without taking sides.

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Dasselbe Ereignis, gruppiert nach der politischen Ausrichtung der berichtenden Medien.

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