Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer hat mehrere Länder - darunter Frankreich - darüber informiert, dass sie mit Handelsuntersuchungen konfrontiert werden könnten, die derjenigen ähneln, die gegen Deutschland in Bezug auf die Preisgestaltung von Arzneimitteln eingeleitet wurde. Die USA haben eine Section 301-Untersuchung der deutschen Arzneimittelpreispolitik nach dem Handelsgesetz von 1974 eingeleitet, die dem Präsidenten die Befugnis verleiht, Zölle auf unlautere Handelspraktiken zu erheben. Es laufen Gespräche zwischen den USA und diesen Ländern, um Alternativen zu möglichen Untersuchungen zu finden. Die USA haben bereits Verpflichtungen des Vereinigten Königreichs zur Erhöhung der Arzneimittel-Ausgaben und zur Reduzierung der Rabatte von Arzneimittelherstellern eingeholt. Europäische Nationen haben ihre Besorgnis geäußert, dass die Maßnahmen der USA zur Preisgestaltung von Arzneimitteln das kürzlich unterzeichnete Handelsabkommen zwischen den USA und der EU stören könnten, das die Zölle auf EU-Waren auf 15% begrenzt.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält Zitate des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer und erwähnt die europäischen Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf das Handelsabkommen zwischen den USA und der EU, was auf eine ausgewogene Berichterstattung über die Situation hinweist.


