Die EU-Staatsanwälte haben 22 Personen, darunter vier griechische Abgeordnete der regierenden Partei Neue Demokratie, in einem Betrugsskandal im Zusammenhang mit Agrarsubventionen angeklagt, der Verluste in Höhe von über 19,6 Millionen Euro verursacht hat. Die Anklage beinhaltet ehemalige hochrangige Beamte und Mitarbeiter der staatlichen Agentur OPEKEPE, die des organisierten Betrugs, der Fälschung von Daten und der Berechtigung nicht berechtigter Empfänger, Subventionen in Anspruch zu nehmen, beschuldigt werden. Der Skandal hat zum Rücktritt mehrerer Minister und Beamte geführt und Druck auf Premierminister Kyriakos Mitsotakis ausgeübt, dessen Familie starke Verbindungen zu Kreta hat, wohin die meisten der betrügerischen Subventionen geleitet wurden. Während einige Abgeordnete aufgrund mangelnder Beweise freigesprochen wurden, werden andere noch untersucht. Mitsotakis kritisierte die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO), indem er sie vor den bevorstehenden nationalen Wahlen der Einmischung in die Innenpolitik beschuldigte.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt einen ausgewogenen Bericht über die rechtlichen Verfahren und die politischen Folgen dar, wobei sowohl die Anklagepunkte gegen die Gesetzgeber als auch die Reaktion der Regierung erwähnt werden.






