Die zweite Phase der bevorstehenden Volkszählung 2027 in Indien begann am 6. Juli 2026 in 16 Bundesstaaten und Unionsgebieten. Diese Phase, die als Population Enumeration (PE) bekannt ist, beinhaltet eine "offene Spalte" für Einzelpersonen, um ihre Kaste selbst zu melden, so die am Prozess beteiligten Beamten. Die Probe zielt darauf ab, die Praktikabilität der Einbeziehung von Kasteninformationen in die Volkszählung zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit zu testen.
In Faridabad, Haryana, fand die Übung innerhalb von 17 Zählungsblöcken statt, die jeweils etwa 150 bis 180 Wohneinheiten mit etwa 650 bis 800 Menschen umfassen. Diese Blöcke wurden ausgewählt, um verschiedene demografische und geografische Einstellungen zu repräsentieren. Der Vortest läuft bis zum 20. Juli, danach werden die Beamten die Ergebnisse analysieren, um die Methodik zu verfeinern, bevor die eigentliche Phase der Volkszählung im Februar 2027 beginnt. In bestimmten Hochland- und schneebundenen Regionen wie Ladakh, Jammu und Kaschmir, Uttarakhand und Himachal Pradesh wird die Phase der Volkszählung jedoch aufgrund logistischer Herausforderungen bis zum 30. September abgeschlossen.
Während der Probe konnten die Teilnehmer wählen, das Formular selbst über ein Online-Portal auszufüllen, das vom 1. Juli bis zum 5. Juli in den ausgewiesenen Gebieten verfügbar war. Dieser Ansatz ermöglicht sowohl traditionelle Zählungsmethoden als auch digitale Teilnahme und sorgt für Flexibilität bei der Datenerfassung. Beamte betonten, dass die aktuelle Studie zwar eine offene Spalte für die Kastenberichterstattung beinhaltet, die endgültige Version des Fragebogens jedoch auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Probe und des Feedbacks der Interessengruppen bestimmt wird.
Historisch gesehen wurden nur Scheduled Castes (SCs) und Scheduled Tribes (STs) offiziell anerkannt und in Volkszählungen aufgezählt. Jetzt plant die Regierung, detaillierte Informationen über alle Kasten zu sammeln, was ein umfassenderes Verständnis der sozialen Schichtung widerspiegelt. Die Volkszählung 2027 wird die erste vollständig digitale Volkszählung in Indien sein und die erste, die Kastendaten für die gesamte Bevölkerung enthält. Experten haben über den besten Weg zur Erfassung von Kasteninformationen debattiert, wobei zwei primäre Ansätze auftauchen: die Verwendung einer offenen Spalte ähnlich der Sozioökonomischen Kastenzählung 2011 (SECC) oder die Bereitstellung einer vordefinierten Liste von Kasten, aus der die Befragten wählen können, wie in Bihars Umfrage 2022-23.
Die EP-Phase wird aus 29 Fragen bestehen, die eine Reihe von Themen abdecken, darunter demografische Merkmale, kulturelle Aspekte, wirtschaftlicher Status, Alphabetisierungsniveau, Migrationsmuster, Familienstand, arbeitsbezogene Reisen und reproduktive Gesundheit. Diese Fragen zielen darauf ab, eine ganzheitliche Sicht der Bevölkerung zu sammeln, die eine bessere Formulierung der Politik und eine bessere Ressourcenallokation ermöglicht.
Die erste Phase der Volkszählung - die "Housing and House Listing Operations" (HLO) - ist in acht Bundesstaaten noch unvollständig: Himachal Pradesh, Kerala, Nagaland, Tamil Nadu, Tripura, Westbengalen, Assam und Manipur. Die Vollendung dieser Phase ist entscheidend für die genaue Identifizierung und Erfassung der Haushalte in den nachfolgenden Stadien. Sobald die HLO abgeschlossen ist, wird der Fokus vollständig auf die PE-Phase gelegt, die im Februar 2027 beginnen soll. Die endgültige Version des Fragebogens wird voraussichtlich im September 2026 angekündigt, nachdem die laufenden Tests und Diskussionen zwischen den Interessengruppen bewertet wurden.
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