Laut Beamten der Metropolitan Police und des Büros des Londoner Bürgermeisters soll die Live-Gesichtserkennung (LFR) -Technologie auf der Oxford Street, einem der verkehrsreichsten Einkaufsviertel Londons, dauerhaft eingesetzt werden. Die Initiative beinhaltet die Installation fester Kameras auf Straßeninfrastrukturen wie Laternenpfahlen, was eine Verschiebung von früheren Versuchen darstellt, die auf mobilen Einheiten angewiesen waren. Dieser Einsatz wird voraussichtlich bald nach der Fußgängerzone der Oxford Street beginnen, die derzeit im Gange ist, und wäre eine der ersten dauerhaften Anwendungen von LFR im Vereinigten Königreich.
Die Metropolitan Police kündigte Anfang des Jahres an, die LFR-Technologie bis Weihnachten im Londoner Westend einzuführen und im folgenden Jahr auf sechs weitere Gebiete auszuweiten. Sadiq Khan, der Bürgermeister von London, bestätigte während einer kürzlich stattgefundenen Sitzung im Rathaus, dass die neu gepflegte Oxford Street in diese Pläne einbezogen würde. Er erklärte, dass die Met eng mit der Oxford Street Development Corporation zusammenarbeitet, um die LFR verantwortungsvoll in das neue CCTV-System der Region zu integrieren.
Sie argumentierte, dass die Technologie die Gesichter aller Personen, die vorbeigehen, scannt, unabhängig davon, ob sie eines Fehlverhaltens verdächtigt werden. Ehrlich betonte die Notwendigkeit von Transparenz in Bezug auf die Nutzung der Technologie, Schutzmaßnahmen und die Überwachung ihrer Auswirkungen auf die persönlichen Rechte. Sie forderte auch die Metropolitan Police auf, die weitere Implementierung zu verzögern, bis die Regierung einen klaren rechtlichen Rahmen für die Verwendung von LFR durch die Strafverfolgung geschaffen hat. Umfragedaten, die von Liberty gesammelt wurden, deuten darauf hin, dass fast die Hälfte der Öffentlichkeit gegen das Scannen von Gesichtern auf Hauptstraßen ist, es sei denn, es besteht eine unmittelbare Bedrohung.
Jasleen Chaggar von Big Brother Watch kritisierte den Plan ähnlich und erklärte, dass die Umwandlung der Oxford Street in eine "permanente digitale Polizeilienordnung" die Privatsphäre unschuldiger Bürger verletzen würde. Sie verglich einen Gesichtsscanner mit einem Fingerabdruck und stellte fest, dass die Polizei keine Fingerabdrücke von Personen entnimmt, die nicht verdächtigt werden. Chaggar warnte davor, dass der Einsatz einer solchen Technologie an einem belebten Touristenort London mit autoritären Praktiken in Einklang bringen könnte. Die Metropolitan Police hat die LFR-Technologie bereits an mehreren Orten getestet, darunter eine sechsmonatige Studie in Croydon, die zu 173 Verhaftungen führte, darunter eine Frau, die seit über 20 Jahren gesucht wird.
Scotland Yard zielt darauf ab, statische LFR-Systeme in Gebieten mit hoher Kriminalitätsrate, wie Soho und dem West End, zu nutzen. Nach Angaben der Met wird erwartet, dass der Einsatz von LFR in diesen Zonen dazu beitragen wird, die Kriminalitätsrate weiter zu senken, insbesondere angesichts des jüngsten Rückgangs der Straftaten in Westminster, wo im vergangenen Jahr 14.000 weniger Straftaten verzeichnet wurden. Das Büro des Bürgermeisters verteidigte die Verwendung von LFR und erklärte, dass es Teil breiterer Bemühungen sei, die Sicherheit in London zu verbessern.
Ein Sprecher hob die Zusammenarbeit zwischen der Met, der West End Taskforce und der Oxford Street Development Corporation hervor, um moderne Technologien, einschließlich Ebikes, Drohnen und LFR, zur effektiven Bekämpfung der Kriminalität zu nutzen.
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