Nach aktuellen Berichten arbeitet Gutiérrez eng mit den amerikanischen Behörden zusammen, um aufzudecken, wie diese Ressourcen umgeleitet und möglicherweise ins Ausland verbracht wurden. Seine Aussagen zeigen Bedenken hinsichtlich des Missmanagements der Finanzen und potenzieller illegaler Aktivitäten, an denen öffentliche Mittel beteiligt sind.
Während einer Pressekonferenz am vergangenen Montag verdeutlichte er den Umfang dieser Treffen und betonte ihr Ziel, die fehlenden Ressourcen der vorherigen Regierung aufzuspüren. Die Annahme von Anklagen durch Juan Alberto Cardona Henao, ehemaliger Schatzmeister und Buchhalter der Itagüí-Feuerwehr, enthüllte ein mutmaßliches Korruptionsnetzwerk innerhalb des Metropolitan Area, einer der bedeutendsten dezentralisierten Einheiten der Stadtverwaltung von Medellín. Gutiérrez hat diesem Netzwerk vorgeworfen, durch illegale Mittel etwa eine Milliarde Pesos verloren zu haben. Er schlug vor, dass ein prominenter Geschäftsmann mit Sitz in der Stadt hinter diesen Operationen stecken könnte, obwohl er ihn nicht öffentlich benannte.
Der Bürgermeister wies darauf hin, dass während der Amtszeit von Daniel Quintero, dem ehemaligen Bürgermeister von Medellín, und seinem Bruder Miguel, der am 25. August vorgeworfen wird, eine bemerkenswerte Zunahme der finanziellen Aktivitäten bestimmter Unternehmen zu verzeichnen war. 394 Milliarden Pesos von 2020 bis 2023, ein Wachstum von über 8.000 Prozent.
Gutiérrez behauptet, dass die Staatsanwaltschaft "tausende und tausende" Beweise hat, die Daniel Quintero in Korruptionsakte während seiner Zeit als Bürgermeister von Medellín verwickeln.
Nach Angaben von El Colombiano erwecken zwei Operationen den Verdacht auf internationale Transaktionen, die darauf abzielen, den angeblichen Diebstahl von Ressourcen zu verbergen. Der erste betrifft einen Vertrag im Wert von fünf Billionen Pesos, der von EPM, dem staatlichen Energiekonglomerat, an Canacol Energy vergeben wurde. Der zweite konzentriert sich auf die angebliche Übertragung des karibischen Abschnitts von Afinia, einer Tochtergesellschaft von EPM, an eine politische Gruppe in dieser Region. Seit seiner Rückkehr in die Bürgermeisterschaft von Medellín hat Gutiérrez eine forensische Prüfung geleitet, die auf die Verwaltung von Quintero, seinem Vorgänger, abzielt.
Quintero und mehrere seiner Spitzenbeamten stehen vor Gericht, weil sie angeblich Eigentümer eines Grundstücks in Medellín begünstigt haben, um seinen Wert zu erhöhen und städtische Sanktionen zu vermeiden.
Gutiérrez verteidigte De La Espriella vor kurzem gegen Kritik bezüglich des spirituellen Retreats, den er mit seinem Team vor dem Amtsantritt am 7. August organisierte. Über seinen Social-Media-Account wies Gutiérrez die Kritik zurück und erklärte, dass das Treffen Teil eines Arbeitstages vor der neuen Regierung sei. Er schrieb: "Sie wollen, dass wir glauben, dass der Glaube an Gott bereits eine Sünde ist". De La Espriella forderte einen spirituellen Retreat mit seinem gesamten Team auf und kombinierte Planungssitzungen für die Regierung mit Momenten spiritueller Reflexion. Diese Entscheidung löste eine politische Debatte aus, bei der einige die Angemessenheit der Vermischung spiritueller Praktiken mit staatlicher Vorbereitung in Frage stellten.
Gutiérrez' Verteidigung unterstreicht das komplexe Zusammenspiel zwischen persönlichen Überzeugungen und öffentlicher Verwaltung in der aktuellen politischen Landschaft.
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