Europäische Supermärkte erneut Ziel eines Cyberangriffs
Supermarktketten in Belgien, Estland, Irland, Luxemburg und Schweden meldeten am Montag Störungen in ihren Tiefkühl- und Kühlsystemen. Dies ist der zweite größere Vorfall seit einem ähnlichen Angriff in Frankreich vor drei Wochen. Schwedische Einzelhändler ICA und Coop bestätigten, dass in einer begrenzten Anzahl von Filialen Geräteausfälle aufgetreten seien, wobei einige Anlagen aus der Ferne auf hohe Temperaturen, beispielsweise 50 Grad Celsius, eingestellt wurden, was zu Verderb von frischen und tiefgekühlten Waren führte. Das niederländische Konglomerat Ahold Delhaize bezeichnete den Vorfall als einen IT-Zwischenfall, der Filialen in Belgien und Luxemburg betraf, während der irische Rundfunksender RTE Auswirkungen auf 13 lokale Supermärkte meldete. Die belgischen Staatsanwaltschaften haben eine Strafuntersuchung eingeleitet, und EU-Kommissar Christophe Hansen charakterisierte die Ereignisse als einen gezielten Versuch, die Lebensmittelversorgung zu stören, erklärte jedoch, dass die allgemeine Lebensmittelsicherheit weiterhin stabil sei. Keine Gruppe hat sich offiziell zu den Angriffen bekannt, aber Cybersicherheitsexperten weisen auf Schwachstellen in Geräten der Betriebstechnik hin, die dringend behoben werden müssen.
Unbekannte Cyberkriminelle haben in der Nacht von Sonntag auf Montag die Kühlsysteme von Supermärkten in mehreren europäischen Ländern gehackt, was zu einem drastischen Anstieg der Temperaturen in Gefriertruhen und Kühlregalen führte. Die belgische Bundesstaatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung zu diesem Vorfall eingeleitet. Die Angriffe betrafen Einzelhandelsketten in Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland und den Niederlanden, wodurch die Geschäfte gezwungen waren, große Mengen verdorbener Fleisch-, Milch- und Tiefkühlware zu entsorgen. Die Störungen begannen gegen Mitternacht Ortszeit. In Belgien meldete der Einzelhandelskonzern Ahold Delhaize einen "IT-Vorfall", der Dutzende seiner Delhaize-Filialen betraf.
Laut der belgischen Zeitung "Le Soir" waren etwa 40 Filialen von Delhaize betroffen. Carrefour Belgien gab an, dass 15 von insgesamt 700 Filialen Probleme hatten, während die niederländische Kette Spar von Schwierigkeiten in etwa fünf Geschäften berichtete. Ein Ikea-Geschäft in der Stadt Mons bestätigte ebenfalls, dass die Kühlgeräte gestört waren, woraufhin Mitarbeiter vorsorglich verderbliche Waren aus den Regalen entfernten. In Schweden berichteten die Supermarktketten ICA und Coop, dass eine begrenzte Anzahl ihrer Filialen betroffen waren. Die Filiale ICA Kvantum in Sjöbo, südlich von Malmö, veröffentlichte in den sozialen Medien, dass ihre Kühlschränke und Gefriertruhen gehackt worden seien und auf 50 Grad Celsius eingestellt worden waren.
Der Filialleiter Rickard Nilsson sagte der Zeitung Expressen, dass die Tiefkühlware ungenießbar geworden sei und schätzte den Schaden auf mehrere Zehntausend Euro. Ein weiteres ICA-Geschäft in nördlichem Öland meldete ähnliche Hackerangriffe, blieb aber geöffnet. In Stockholm wurden Mitarbeiter dabei fotografiert, wie sie verdorbene Waren entsorgten. Der Sprecher von Coop, Carlos Cancino, sagte der französischen Nachrichtenagentur AFP, dass sechs der rund 800 schwedischen Filialen des Unternehmens betroffen seien. Er erklärte, dass erste Informationen darauf hindeuten, dass eine veraltete Verbindung über das 4G-Netz die Kühlgeräte anfällig gemacht habe.
In Irland gab die Musgrave Group bekannt, dass 13 ihrer SuperValu-Supermärkte von einem Cybervorfall betroffen waren, der bestimmte Modelle von Kühlsystemen zum Ziel hatte. Als Vorsichtsmaßnahme wurden alle gekühlten und gefrorenen Produkte in diesen Geschäften aus dem Verkauf genommen. In den Niederlanden erklärte der dänische Hersteller von Kühltechnik, Danfoss, dass mindestens 17 kleinere Unternehmen Opfer von Cyberangriffen auf ihre Kühl- und Gefriersysteme geworden seien. In Estland bestätigte ein Markt der Selver-Kette, dass Angreifer Zugriff auf den Steuercomputer eines älteren Danfoss-Kühlsystems erlangt hatten, dessen Software nicht aktualisiert worden war, und die Temperatur eines Gefrierschranks auf 50 Grad eingestellt hatten.
Der technische Dienstleister Sabcobel, der viele der betroffenen Anlagen in Belgien betreut, gab an, dass die Systeme aus der Ferne in den Abtauungsmodus versetzt wurden. Der Geschäftsführer Stephan Moelans erklärte der Nachrichtenagentur Belga, dass Techniker ab 1:00 Uhr früh mobilisiert wurden, um die Kontrolle über die Situation wiederzuerlangen. Sabcobel hat in Belgien etwa zwanzig betroffene Systeme von den Hunderten, die das Unternehmen verwaltet, identifiziert. Luc De Laet, Inhaber einer Kette von Metzgereien in Belgien, sagte, er sei um 3:30 Uhr früh von einem Mitarbeiter geweckt worden, der festgestellt hatte, dass die Temperatur in seinem Geschäft in Hove auf 18 Grad Celsius gestiegen war, wodurch Fleisch im Wert von etwa 15.000 Euro ungenießbar geworden war.
Dieser Vorfall spiegelt eine größere Welle von Angriffen wider, die Frankreich Mitte Oktober heimsuchten. Während dieser früheren Episode waren laut einigen Berichten etwa 150 Geschäfte betroffen, während andere von Zahlen in der Nähe von 700 sprachen. Zu den Zielobjekten gehörten große Ketten wie Intermarché, Coopérative U und Carrefour. Zu diesem Zeitpunkt bestätigte Danfoss, dass seine Produkte Teil des Angriffsvektors waren. Die anfänglichen Angriffe nutzten bekannte Sicherheitslücken aus, die es den Angreifern ermöglichten, die volle Fernsteuerung der Kühlgeräte zu übernehmen. Danfoss veröffentlichte im August Updates für neuere Geräte und riet Kunden, ältere Geräte, die keine Sicherheitsupdates mehr erhalten konnten, vom Stromnetz zu trennen.
Der EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, Christophe Hansen, bezeichnete die jüngsten Angriffe als "einen gezielten Versuch, die Lebensmittelversorgung Europas zu stören". Er betonte zwar, dass die Ernährungssicherheit derzeit nicht gefährdet sei, hob aber hervor, dass die daraus resultierenden Lebensmittelverschwendung und wirtschaftlichen Auswirkungen real seien. Ein Sprecher der Kommission fügte hinzu, dass diese Vorfälle zeigen, wie Cyberangriffe Dienstleistungen beeinträchtigen und das tägliche Leben der Bürger beeinflussen können. Keine Gruppe hat die Verantwortung für die aktuelle Angriffswelle übernommen. Die Behörden sind sich weiterhin unsicher, ob alle Vorfälle in den verschiedenen Ländern Teil einer einzigen, koordinierten Operation sind.
Die Ähnlichkeit in der Vorgehensweise, die den Fernzugriff auf verbundene Betriebstechnologiegeräte beinhaltet, verknüpft diese Vorfälle mit den Störungen, die im vergangenen Monat in Frankreich aufgetreten sind. In Schweden erklärte John Billow, Leiter des Nationalen Cyber-Sicherheitszentrums, dass seine Abteilung den Vorfall untersucht. Er wies darauf hin, dass die Aufsichtsbehörden kürzlich eine beträchtliche Anzahl von ungeschützten Betriebstechnologiegeräten im Land identifiziert haben, darunter Kühlschränke, Heizsysteme, Überwachungskameras und Alarmanlagen. Diese Geräte, die früher rein mechanisch waren, werden heute oft fernüberwacht und -gesteuert, was neue Möglichkeiten für Angriffe eröffnet.
Die schwedische Einzelhandelskette Coop gab an, bereits neue Systeme bestellt zu haben, nachdem die Vorfälle in Frankreich stattgefunden hatten. In Belgien haben die Bundesanwaltschaft ihre Ermittlungen aufgenommen, ohne den Vorfall zunächst explizit als Cyberangriff zu bezeichnen. Allerdings stimmen Branchenführer und Regierungsbeamte darin überein, dass es sich um eine digitale Sicherheitsverletzung handelt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser neuen Angriffswelle sind noch unklar, obwohl einzelne Unternehmer erhebliche Verluste aufgrund der Zerstörung von Waren gemeldet haben.
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Belgische Staatsanwälte haben eine Strafuntersuchung zu Cyberangriffen auf Kühlsysteme in Supermärkten in mehreren europäischen Ländern eingeleitet, darunter Belgien, Schweden, Luxemburg und Estland. Bei den Angriffen manipulierten unbekannte Hacker die Kühlgeräte aus der Ferne, was zu einem deutlichen Anstieg der Temperaturen führte und Lebensmittel ungenießbar machte. Große Einzelhandelsketten wie Delhaize, Spar, Carrefour und IKEA meldeten Störungen, wobei einige Geschäfte gezwungen waren, verdorbene Waren wie Fleisch und Käse zu entsorgen. Der spezialisierte Wartungsdienstleister Sabcobel bestätigte, dass die Systeme über Nacht aus der Ferne in den Abtau-Modus versetzt wurden, was den Einsatz von Technikern erforderlich machte. Es wurden keine erfolgreichen Angriffe auf deutsche Lebensmittelhändler gemeldet.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel bietet einen sachlichen Bericht über einen grenzüberschreitenden Cybervorfall, der die kommerzielle Infrastruktur betrifft. Er stützt sich dabei auf Faktenangaben von Unternehmensvertretern und Strafverfolgungsbehörden und vermeidet dabei jegliche wertende Sprache oder parteiische Darstellungen.
Unbekannte Hacker haben Kühlsysteme in mehreren europäischen Supermärkten gestört, was zu einem deutlichen Anstieg der Temperaturen in den Gefriertruhen führte und gefrorene Waren unverkaufbar machte. Die Angriffe betrafen hauptsächlich Filialen der schwedischen Ketten Ica und Coop, wobei ähnliche Vorfälle in Belgien, Luxemburg und Estland gemeldet wurden. Die Filialleiter gaben an, dass sie Tausende von Euro an verdorbenen Waren entsorgen mussten, aufgrund der Temperaturanstiege. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass veraltete Verbindungen über 4G-Netzwerke die Kühlgeräte anfällig für diese Cyberangriffe gemacht haben. Obwohl die konkreten Täter noch nicht identifiziert sind, untersuchen die Unternehmen derzeit den Umfang der Schäden und implementieren Sicherheitsupdates.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel wahrt einen neutralen Ton, indem er sich auf die Auswirkungen auf den Betrieb und die technischen Schwachstellen konzentriert, anstatt politische Schuld zuzuweisen oder wertende Sprache in Bezug auf die Cybersicherheitsrichtlinien zu verwenden.
Supermarktketten in Belgien, Estland, Irland, Luxemburg und Schweden meldeten am Montag Störungen in ihren Tiefkühl- und Kühlsystemen. Dies ist der zweite größere Vorfall seit einem ähnlichen Angriff in Frankreich vor drei Wochen. Schwedische Einzelhändler ICA und Coop bestätigten, dass in einer begrenzten Anzahl von Filialen Geräteausfälle aufgetreten seien, wobei einige Anlagen aus der Ferne auf hohe Temperaturen, beispielsweise 50 Grad Celsius, eingestellt wurden, was zu Verderb von frischen und tiefgekühlten Waren führte. Das niederländische Konglomerat Ahold Delhaize bezeichnete den Vorfall als einen IT-Zwischenfall, der Filialen in Belgien und Luxemburg betraf, während der irische Rundfunksender RTE Auswirkungen auf 13 lokale Supermärkte meldete. Die belgischen Staatsanwaltschaften haben eine Strafuntersuchung eingeleitet, und EU-Kommissar Christophe Hansen charakterisierte die Ereignisse als einen gezielten Versuch, die Lebensmittelversorgung zu stören, erklärte jedoch, dass die allgemeine Lebensmittelsicherheit weiterhin stabil sei. Keine Gruppe hat sich offiziell zu den Angriffen bekannt, aber Cybersicherheitsexperten weisen auf Schwachstellen in Geräten der Betriebstechnik hin, die dringend behoben werden müssen.
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Cyberkriminelle starteten koordinierte Angriffe auf Kühlsysteme in Supermärkten in Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland und den Niederlanden, wodurch die Temperaturen in Kühl- und Gefrieranlagen erheblich anstiegen. In Belgien waren etwa zwanzig Anlagen von großen Ketten wie Delhaize, Carrefour und Spar betroffen. Das Ausmaß war deutlich geringer als bei einem ähnlichen Vorfall in Frankreich Anfang des Monats, der etwa 150 Geschäfte betraf. Der schwedische Einzelhändler ICA bestätigte Störungen in einer begrenzten Anzahl von Filialen. Berichte in sozialen Medien behaupteten, die Temperaturen hätten 50 Grad Celsius erreicht, obwohl das Unternehmen diese spezifischen Zahlen nicht offiziell bestätigte. Der irische Rundfunksender RTÉ berichtete, dass 13 Supermärkte betroffen waren, was dazu führte, dass gekühlte und gefrorene Waren vorsorglich aus dem Verkauf genommen wurden. In den Niederlanden gab das Unternehmen Danfoss, das im Bereich Kühltechnik tätig ist, bekannt, dass mindestens 17 kleinere Geschäfte betroffen waren. In Estland gelangten die Angreifer auf den Steuerungscomputer eines älteren Danfoss-Systems, das nicht mit den neuesten Sicherheitsupdates versehen war.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stützt sich ausschließlich auf sachliche Berichte von Unternehmenssprechern und Nachrichtenagenturen bezüglich eines technischen Sicherheitsvorfalls und verwendet eine neutrale Sprache, ohne politische Kommentare oder ideologische Einflüsse.
Supermärkte in mehreren europäischen Ländern, darunter Schweden, Belgien, Luxemburg, Estland und Irland, meldeten mutmaßliche Cyberangriffe, die ihre Kühl- und Gefriersysteme zum Ziel hatten. Durch die Manipulationen stiegen die Temperaturen in den Kühlgeräten drastisch an, was zu erheblichen Verderb von Lebensmitteln führte. Der Einzelhandelskonzern Ahold Delhaize bezeichnete den Vorfall in Belgien und Luxemburg als eine IT-Störung, die Dutzende von Filialen betraf. Schwedische Ketten wie ICA und Coop bestätigten, dass einige Geräte über Nacht auf etwa 10 Grad Celsius eingestellt worden waren. Ein ähnlicher Vorfall hatte kürzlich in Frankreich stattgefunden, und Ahold Delhaize gab an, dass sie bereits im vergangenen Monat einen Cyberangriff bei der niederländischen Polizei gemeldet hätten. Die genauen Motive und die Täter hinter diesen koordinierten Angriffen sind noch unklar.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel verwendet eine neutrale und sachliche Sprache, um einen Sicherheitsvorfall in einem Unternehmen zu beschreiben. Dabei werden direkte Aussagen von betroffenen Einzelhandelsunternehmen zitiert, ohne dabei wertende Begriffe zu verwenden oder eine politische Position einzunehmen.
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