Die Europäische Kommission schlug Reformen des EU-Emissionshandelssystems (ETS) vor, die darauf abzielen, die jährliche Emissionsminderung zu senken und kostenlose CO2-Genehmigungen für die Industrie zu erweitern. Diese Änderungen zielen darauf ab, die Bedenken von Mitgliedstaaten wie Italien und Polen bezüglich der Wettbewerbsfähigkeit zu beseitigen und gleichzeitig die Anpassung an die Klimaschutzziele der EU bis 2040 zu gewährleisten. Das überarbeitete ETS würde 80% der kostenlosen Genehmigungen im Voraus an Unternehmen vergeben, die in die Dekarbonisierung investieren, und die vollständige Umsetzung der Kohlenstoffgrenzsteuer bis 2038 verzögern. Der Vorschlag steht vor einem möglichen Widerstand von Ländern, die auf ETS-Einnahmen für die öffentlichen Finanzen angewiesen sind. Das ETS, das seit 2013 260 Milliarden Euro generiert hat, schlägt nun strengere Ausgabenregeln vor und verlangt, dass 50% der Mittel in Dekarbonisierungsbemühungen reinvestiert werden.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert die Vorschläge der EU-Kommission als eine ausgewogene Bemühung, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit mit den Klimaziele in Einklang zu bringen.





