Die Europäische Kommission hat Reformen des Emissionshandelssystems (ETS) vorgeschlagen, die ab diesem Jahr die Zahl der kostenlosen CO2-Zertifikate, die den Industrien zugewiesen werden, erheblich verringern sollen. Diese Änderung zielt darauf ab, die europäische Industrie durch den Mechanismus für die Anpassung der CO2-Grenzen (CBAM) vor billiger und schmutziger Produktion im Ausland zu schützen. Die Reform folgt auf starke Lobbyarbeit von Regierungen, darunter Deutschlands Kanzler Friedrich Merz und Österreichs Kanzler Christian Stocker, die eine Verlängerung der kostenlosen Zertifikate forderten. Gemäß dem neuen Vorschlag werden die von CBAM abgedeckten Industrien ihre kostenlosen Zertifikate bis 2038 und nicht bis 2034 auslaufen lassen, aber sie müssen das Geld, das sie sonst für Zertifikate ausgeben würden, in Dekarbonisierungsbemühungen reinvestieren. Die Mitgliedstaaten, die rund 80% der ETS-Einnahmen erhalten, müssen auch die Finanzierung für die industrielle Transformation erhöhen. Die Reform zielt darauf ab, die Investitionen in die Nachhaltigkeit zu beschleunden und gleichzeitig die Bedenen hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit zu bekämpfen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert die Reform als ausgewogene Maßnahme, die sowohl auf Umweltziele als auch auf wirtschaftliche Bedenken reagiert.





