Eine in Deutschland ansässige gemeinnützige Organisation hat Pläne angekündigt, bis 2029 das erste Raumfahrzeug zu einem anderen Stern zu starten, mit einer geschätzten Reisezeit von 80.000 Jahren. Die Mission, die Fermi Explorer Mission zu Alpha Centauri genannt wird, zielt darauf ab, das sogenannte Fermi-Paradoxon zu lösen, benannt nach dem Physiker Enrico Fermi, und könnte den Beginn der langfristigen Kolonisierung der Milchstraße durch die Menschheit markieren. Laut der Ankündigung der Gruppe wird die Sonde bis zu einem Kilogramm Nutzlast tragen, einschließlich persönlicher Unterschriften, Namen oder Objekte von Mitwirkenden, die die Mission finanzieren.
Die Route des Raumschiffs wurde mit künstlicher Intelligenz entworfen, die angeblich deutlich weniger Treibstoff als herkömmliche Navigationsmethoden benötigt. Dies ist nicht der erste Versuch, eine Sonde über unser Sonnensystem hinaus zu schicken. Ein ähnliches Konzept wurde zuvor im Rahmen des vor über einem Jahrzehnt gestarteten Breakthrough Starshot-Projekts vorgeschlagen. Diese Initiative zielte darauf ab, winzige Nano-Sonden mit Solarsegeln auf 20% der Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen, mit einer erwarteten Ankunft auf Alpha Centauri innerhalb von 20 Jahren.
Die Fermi-Explorer-Mission strebt nun an, auf dieser Vision aufzubauen, wenn auch mit einem realistischeren Ansatz. Die neue Mission wird voraussichtlich nur 15 Millionen US-Dollar kosten, mit Mitteln, die durch private Spenden gesammelt werden. Diejenigen, die beitragen, können ihren Namen, ihre Initialen oder ein Objekt in die Nutzlast aufnehmen. Dies würde die Mission zur längsten Mission machen, die jemals von der Menschheit unternommen wurde und sogar die frühesten menschlichen Wanderungen übertrifft. Vor etwa 80.000 Jahren hatten anatomisch moderne Menschen Europa, einen Großteil Asiens, Australien oder Amerika noch nicht erreicht.
Das Film zeigt, wie die Sonde von zahlreichen zukünftigen Raumschiffen überholt wird und schließlich auf Alpha Centauri ankommt, wo sie von einer massiven Ringwelt begrüßt wird. Der Film geht noch weiter und legt nahe, dass diese Reise lediglich der Beginn der Expansion der Menschheit in der Galaxie ist. Das Team hinter der Fermi Explorer Mission führt drei wichtige Erklärungen für das Fermi-Paradox an: Entweder ist intelligentes Leben, das dem Menschen ähnelt, extrem selten im Universum, oder solches Leben existiert kurz bevor es verschwindet. Alternativ könnten fortgeschrittene Zivilisationen absichtlich vermeiden, Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
Durch den Start der ersten Sonde zu einem anderen Stern hofft die Mission zu demonstrieren, dass es für intelligente Arten möglich ist, nahe gelegene Sterne zu erreichen. Es zielt auch darauf ab zu zeigen, dass nicht alle Arten sich entscheiden, auf ihrem Heimatplaneten zu bleiben. Wenn die Mission erfolgreich ist, könnte sie Beweise dafür liefern, dass intelligentes Leben äußerst ungewöhnlich ist oder dass es einen "Großen Filter" gibt, der es verhindert, lange genug zu überleben, um über seine Heimatwelt hinaus zu expandieren. Die Auswirkungen der Mission gehen über die wissenschaftliche Neugier hinaus. Das Team schlägt vor, dass das Verständnis dieser Faktoren beeinflussen könnte, wie wir auf der Erde leben.
Ob intelligentes Leben selten ist oder vor existenziellen Herausforderungen steht, die Ergebnisse könnten die zukünftigen Entscheidungen der Menschheit in Bezug auf die Erforschung des Weltraums und das Überleben beeinflussen. Die Mission stellt einen mutigen Schritt dar, um eine der tiefgründigsten Fragen der Wissenschaft zu beantworten: Sind wir allein im Universum? Mit dem geplanten Starttermin für 2029 ist die Fermi Explorer Mission bereit, die Grenzen des menschlichen Ehrgeizes und Wissens neu zu definieren.
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