Die 17. Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (COP17) findet in der Mongolei statt. Beamte betonen die dringende Notwendigkeit, Landzerstörung und Wüstenbildung als eine kritische Bedrohung für die globale Stabilität und das Wirtschaftswachstum anzugehen. Die Konferenz, die in Ulaanbaatar stattfindet, bringt Vertreter aus über 190 Ländern zusammen, um Strategien zur Umkehrung des Landverlusts und zur Verbesserung der Klimaresilienz zu diskutieren. Beamte betonen, dass die Landzerstörung weltweit mehr als drei Milliarden Menschen betrifft, wobei 40 Prozent des Landes der Welt unter schwerer Degradation und Dürre leiden.
Diese Krise bedroht die Ernährungssicherheit, die Wasserverfügbarkeit und die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen, insbesondere in Regionen, die auf Weideland für Viehzucht angewiesen sind. Das Problem ist besonders akut in der Mongolei, wo fast 77 Prozent des Landes, das sich zwischen Russland und China erstreckt, degradiert ist. Über ein Drittel der Mongole sind vom Viehzucht abhängig, doch die letzten Jahre haben verheerende Auswirkungen von extremen Wetterbedingungen erlebt.
Diese Ereignisse haben einen immensen Druck auf die lokalen Gemeinschaften ausgeübt und die tiefe Verbindung zwischen der Gesundheit des Landes und dem menschlichen Überleben unterstrichen. Das Ausmaß des Problems reicht weit über die Mongolei hinaus.
Sie stellte fest, dass die Auswirkungen der Landdegradierung bereits im täglichen Leben sichtbar sind und sich auf alles von der landwirtschaftlichen Produktion bis zur Widerstandsfähigkeit der Gemeinden auswirken. Die finanziellen Auswirkungen dieser Herausforderungen sind ebenso erschütternd. Globale Schätzungen legen nahe, dass Landdegradierung und Dürre die Weltwirtschaft zusammen fast 900 Milliarden Dollar jährlich kosten.
Regierungen und Organisationen haben nun die Aufgabe, Wege zu finden, um die wachsende Kluft zwischen den erforderlichen und verfügbaren Mitteln zu überbrücken. Im Mittelpunkt der COP17 steht das Ziel, Diskussionen in umsetzbare Lösungen zu verwandeln. Aufbauend auf den Ergebnissen der vorherigen COP16 in Saudi-Arabien konzentrieren sich die Delegierten auf die Verbesserung der Dürrebeständigkeit, die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft und den Schutz der Bodengesundheit. Schlüsselthemen sind die Entwicklung von Frühwarnsystemen, die Durchführung von Schwachstellenbewertungen und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit.
Der Premierminister der Mongolei, Nyam-Osoryn Uchral, forderte eine entscheidende Verschiebung in Richtung Umsetzung und erklärte, dass die Konferenz darauf abzielt, über die Verpflichtungen hinauszugehen und messbare Ergebnisse zu erzielen. Eine der zentralen Herausforderungen, die auf der COP17 diskutiert wurden, ist der erhebliche Finanzierungsdefizit für Landwiederherstellungsbemühungen. Die derzeitigen Investitionen belaufen sich auf nur 77 Milliarden US-Dollar pro Jahr, während schätzungsweise 355 Milliarden US-Dollar pro Jahr erforderlich sind, um sinnvolle Fortschritte zu erzielen. Ein wesentlicher Teil dieser Lücke liegt in der begrenzten Beteiligung des Privatsektors, der weniger als sechs Prozent der globalen Finanzierung für solche Initiativen beiträgt.
Um dies anzugehen, fördern die Organisatoren Kooperationskonzepte wie das Business4Land-Forum, das Regierungen, Entwicklungsbanken, Unternehmen und Investoren zusammenbringt. Diese Partnerschaften zielen darauf ab, die Expertise und das Kapital des Privatsektors zu nutzen, um groß angelegte Sanierungsprojekte voranzutreiben und die Trockenheitsbereitschaft zu verbessern.
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