Der neu gewählte Präsident Abelardo De La Espriella hat seine neu ernannten Kabinettsminister, Berater und Beamten zu einem spirituellen Retreat vor seiner Amtseinführung am 7. August einberufen. Der Retreat fand in Puerto Colombia, Atlántico, am Marymount College im Viertel Sabanilla statt. De La Espriella kam kurz nach 10:00 Uhr Ortszeit am Veranstaltungsort an, wobei die Teilnehmer früher am Tag eintrafen. Die Veranstaltung wurde als ein Moment des Nachdenkens, der Einheit und der spirituellen Vorbereitung beschrieben, bevor er die Verantwortung für die Regierung Kolumbiens übernahm.
In dem Video äußerte De La Espriella seine Dankbarkeit für die Anwesenheit der Teilnehmer am Retreat und betonte, dass die Gruppe zusammenarbeiten würde, um Kolumbien in Richtung Größe zu führen. Er nannte diese Vorbereitungsphase für den Aufbau einer Nation, die von Glauben, Teamarbeit und Demut geleitet wird, von wesentlicher Bedeutung. Laut offiziellen Mitteilungen, die am vergangenen Freitag veröffentlicht wurden, war der Retreat mehr als ein zeremonielles Ereignis, er repräsentierte die Kernwerte, die De La Espriellas Verwaltung leiten würden. Eine Erklärung hob hervor, dass effektives Regieren nicht nur technisches Fachwissen erfordert, sondern auch spirituelle Führung, gemeinsame Ziele und göttliche Unterstützung.
Diese Botschaft schlug bei mehreren Mitgliedern der neuen Regierung, darunter Jaime Andrés Beltrán, dem designierten Minister für Wohnungsbau und einem evangelischen Pastor. Er betonte die Bedeutung der spirituellen Transzendenz in der Regierungsführung und erklärte, dass nur diejenigen, die ihre Bedeutung verstehen, die Notwendigkeit, die Zukunft Kolumbiens Gott anzuvertrauen, wirklich schätzen können. Beltrán's Bemerkungen unterstrichen die zentrale Rolle, die Religion in der Vision der neuen Regierung spielt. Videos, die online gepostet wurden, zeigten, dass er während des Rückzugs an christlichen Ritualen und Zeremonien teilnahm.
Sie teilte ihre Überlegungen über den Rückzug mit und erklärte, dass sie den Glauben bekräftigte, dass der Aufbau einer großen Nation erfordert, Gott in den Mittelpunkt aller Entscheidungen zu stellen. De La Espriellas Betonung der Spiritualität war ein bestimmendes Merkmal seines politischen Aufstiegs. Nachdem er sich früher in seiner Karriere als Atheist erklärt hatte, wurde seine Bekehrung zum Christentum einer der Schlüsselfaktoren für seine Popularität, insbesondere unter evangelischen Christen. Diese religiöse Transformation trug dazu bei, seine Anziehungskraft zu festigen und zu seinem Aufkommen als prominente Figur in der kolumbianischen Politik beizutragen.
Prominente linke Persönlichkeiten haben die Bedeutung der Religion in der Agenda der neuen Regierung in Frage gestellt. Carlos Carrillo, ehemaliger Direktor des Risikomanagements, kritisierte den Ansatz und nannte ihn eine Beleidigung der Verfassung und einen Rückschritt für das Land. Er bezeichnete die kommende Regierung als "faschistisch" und argumentierte, dass die Ersetzung verfassungsmäßiger Prinzipien durch biblische Lehren inakzeptabel ist. Carolina Gómez, die zukünftige Sprecherin von De La Espriella, reagierte auf diese Kritik und behauptete, dass es eigentlich intolerant ist, von Kolumbianern zu erwarten, ihren Glauben zu verbergen, um die Linke nicht zu beleidigen.
Ihre Kommentare spiegeln die breitere Debatte über die Rolle der Religion im öffentlichen Leben und der Regierungsführung in Kolumbien wider. Während sich die neue Regierung auf die Amtsübernahme vorbereitet, dient der spirituelle Rückzug sowohl als symbolische als auch als praktische Übung, um die Verwaltung unter gemeinsamen Werten zu vereinen.
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