Am frühen Abend des Montags erschütterte eine starke Explosion ein prestigeträchtiges Wohngebäude, das als Suns Palace in der Rue du Révérend Père Louis Frolla in Monaco bekannt ist. Die Explosion, die durch eine improvisierte Sprengvorrichtung verursacht wurde, die in einem Paket platziert war, führte zu schweren Verletzungen des ukrainischen Geschäftsmanns Vadim Ermolaev, seines Partners und ihres 13-jährigen Kindes. Zwei Erwachsene befanden sich in kritischem Zustand, während das Kind weniger schwere Verletzungen erlitt.
Der Anschlag fand in der Nähe des Place des Moulins statt, wo die Rettungsdienste schnell am Tatort eintrafen. Auf Überwachungsvideomaterial wurde ein Verdächtiger gefangen, der einen Rucksack platzierte, bevor er in Richtung der französischen Grenze floh. Die Polizei sucht aktiv nach der Person, die durch Videoaufnahmen identifiziert wurde.
Vadim Ermolaev ist der Gründer und Eigentümer der Alef-Gruppe, eines Konglomerats, das in den Bereichen Immobilien, Alkoholproduktion, Baustoffe, Agrarwirtschaft und anderen Sektoren tätig ist. Er gehörte viele Jahre zu den reichsten Ukrainern und hatte erheblichen Einfluss in Geschäftskreisen. 2019 erhielt er die zyprische Staatsbürgerschaft und verzichtete auf seine ukrainische Staatsangehörigkeit. Nach dem Ausbruch des Krieges zog er nach Monaco um.
Ermolaev hatte langjährige Streitigkeiten mit den Behörden bezüglich der Übernahme von Unternehmen und militärischen Aktivitäten, einschließlich der Lieferung von Baumaterialien. Einige Kommentatoren in sozialen Medien spekulierten über Motive, die mit internen ukrainischen Konflikten verbunden waren, aber es gibt keine offiziellen Beweise, die Kiews Regierung direkt mit dem Vorfall in Verbindung bringen.
Ermolajew war dafür bekannt, einen Bentley mit ukrainischen Kennzeichen zu fahren und wurde als Teil der wohlhabenden Elite der Ukraine entlang der Riviera anerkannt. Sein Sohn, der 35-jährige Artur Yermolajew, wurde im Dezember 2025 auf Antrag von Interpol aus Zypern festgenommen, weil er ein Netzwerk betrügerischer Callcenter betrieben hatte. Diese Zentren haben angeblich seit 2017 Einzelpersonen, insbesondere in der EU, einschließlich Estland, durch falsche Investitionsangebote mit Millionen von Euro betrogen. Artur wurde Estland ausgeliefert, schloss im April 2026 eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft, zahlte eine Entschädigung in Höhe von mehreren Millionen Euro und erhielt eine bedingte Strafe.
Der Vorfall hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit in Monaco geweckt, einem Land, das oft mit Luxus und hochkarätigen Einwohnern in Verbindung gebracht wird. Die polizeiliche Untersuchung des Bombenanschlags ist im Gange, wobei Beamte daran arbeiten, den Täter zu identifizieren und das volle Ausmaß der Verschwörung zu bestimmen.
Im Laufe der Untersuchung müssen die Behörden mögliche Verbindungen zwischen Ermolajews Geschäftsbeziehungen und der breiteren geopolitischen Landschaft mit der Ukraine und der Krim in Betracht ziehen. Die Beteiligung internationaler Strafverfolgungsbehörden könnte eine entscheidende Rolle bei der Aufdeckung der Wahrheit hinter diesem beispiellosen Akt der Gewalt in Monaco spielen. Das Ergebnis der Untersuchung kann sich auch auf die zukünftige Sicherheitspolitik und den Umgang mit ähnlichen Vorfällen an anderen hochkarätigen Orten auf der ganzen Welt auswirken.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 5 €/Monat.
Unterstützer werden