Zwei Rentner in Hamburg verbringen ihre Freitags damit, Lebensmittelspenden für die Bedürftigen der Stadt zu sammeln und durch Supermärkte und Bäckereien zu navigieren, um essbare Gegenstände zu retten, bevor sie verschwendet werden.
Das Paar, das sich vor drei Jahren kennengelernt hat, hat eine enge Arbeitsbeziehung aufgebaut, wobei Peter fährt, während Riko sich um die Logistik des Ein- und Ausladens der gespendeten Waren kümmert. Die Reise beginnt in einem inklusiven Supermarkt im Bezirk Barmbek, wo Peter eine Beziehung mit dem Personal aufgebaut hat. Er weiß genau, welche Bereiche zu überprüfen sind und welche Gegenstände wahrscheinlich verfügbar sind.
Der Vorgang beinhaltet eine sorgfältige Auswahl, die sicherstellt, dass nur Lebensmittel mitgenommen werden, die noch sicher und essbar sind. Dies basiert auf einer einfachen Regel: Nehmen Sie nur das mit, was man selbst essen würde. Im Laufe des Morgens gehen die beiden Freiwilligen zu einem anderen Halt, einer wohlhabenden Nachbarschaft in Uhlenhorst, wo sie einen Edeka-Laden besuchen. Hier nähert sich Peter dem Lagerbereich und fragt das Personal, ob Spenden verfügbar sind. Die Antwort ist immer positiv, mit Kisten mit Früchten, Gemüse, Fertiggerichten und Backwaren, die hinter den Rolltüren warten. Mit einem Zug des Schnürs öffnet sich die Tür und enthüllt Stapel von Lebensmitteln, die bald den Bedürftigen zugeführt werden.
Riko, der im Fahrersitz sitzt, wartet geduldig, bis Peter die Waren in den Van lädt und sicherstellt, dass alles sicher passt. Für Riko, der zuvor im Bankwesen gearbeitet hat, bietet das Freiwilligenwerk mit dem Tafel ein Gefühl von Zweck und Gemeinschaftsengagement. Er erklärt, dass er nach seiner Pensionierung vermeiden wollte, ein "couch potato" zu werden, der einfach E-Mails liest und den ganzen Tag am Telefon spricht. Stattdessen entschied er sich, sinnvoll zur Gesellschaft beizutragen und in seiner Arbeit mit der Organisation Erfüllung zu finden.
Beide Männer betonen die Bedeutung der sozialen Interaktion und körperlichen Aktivität und stellen fest, dass der Tafel Einzelpersonen aus allen Lebensbereichen zusammenbringt, von jungen Freiwilligen, die an Bundesdienstprogrammen teilnehmen, bis hin zu Fachleuten, die sich von der Arbeit frei nehmen, und Rentnern, die nach sinnvollem Engagement suchen. Der Hamburger Tafel stützt sich stark auf die Bemühungen seiner etwa 120 Freiwilligen, von denen viele pensionierte Personen sind. Nur acht Mitarbeiter sind in Vollzeit beschäftigt, was die entscheidende Rolle der unbezahlten Arbeitnehmer bei der Aufrechterhaltung des Betriebs der Organisation unterstreicht. Die Freiwilligen reichen im Alter von Teenagern bis zu Achtzigjährigen, was die vielfältige Natur der Gruppe widerspiegelt.
Jede Woche sammeln und verteilen sie riesige Mengen an Lebensmitteln, um sicherzustellen, dass kein essbares Produkt verschwendet wird. Diese Bemühungen helfen nicht nur, die Hungrigen zu ernähren, sondern reduzieren auch die Umweltbelastung, indem sie unnötige Entsorgung von Lebensmitteln verhindern. Während ihrer gesamten Route halten Riko und Peter ein gleichmäßiges Tempo bei und bewegen sich effizient von einem Ort zum anderen. Sie kommunizieren häufig und bieten sich gegenseitig Ratschläge und Unterstützung, während sie die Herausforderungen ihrer Aufgabe meistern.
Während sie ihre Reise durch Hamburg fortsetzen, verkörpern die beiden Freiwilligen den Geist des gemeinnützigen Dienstes und zeigen, wie individuelle Beiträge gemeinsam drängende soziale Probleme angehen können.
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