Laut interner Kommunikation, die von Reuters überprüft wurde, haben Maruti Suzuki, Tata Motors und Mahindra Bedenken hinsichtlich der Qualität von E20-Benzin geäußert. Diese Bedenken, die vor der Rücknahme einer formellen Beschwerde durch die Society of Indian Automobile Manufacturers (SIAM) liegen, zeigen die wachsende Unruhe im Auto-Sektor über mögliche Verunreinigungen im Ethanol-gemischten Kraftstoff. Die Unternehmen haben Berichten zufolge hohe Chlorid- und Feuchtigkeitswerte in E20-Proben festgestellt, von denen sie behaupten, dass sie die Fahrzeugleistung beeinträchtigen könnten.
Kurz darauf zog SIAM, das die großen Autohersteller vertritt, eine Beschwerde zurück, die sie eine Woche zuvor bei der Regierung eingereicht hatte, mit der Begründung, dass bestimmte Datenpunkte weiter überprüft werden mussten. Dieser Schritt folgte auf eine breite öffentliche und staatliche Gegenreaktion gegen die anfängliche Warnung.
Die Dokumente deuten darauf hin, dass die drei Unternehmen umfangreiche Kraftstoffprüfungen durchgeführt hatten und über 250 Proben von Einzelhandelsstationen in 21 der 36 Bundesstaaten und Unionsgebiete Indiens gesammelt hatten. Ihre Ergebnisse zeigten eine hohe Chloridkontamination in Proben aus 18 Bundesstaaten sowie einen erhöhten Feuchtigkeitsgehalt im Kraftstoff. Diese Ergebnisse, obwohl nicht offiziell veröffentlicht, unterstreichen die Sorgen der Autohersteller über die langfristigen Auswirkungen von E20 auf die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs. Trotz dieser Ergebnisse stellten die internen Diskussionen der Autohersteller die Gültigkeit der Daten nicht in Frage. Stattdessen konzentrierten sie sich auf die Auswirkungen der Kontamination auf die Fahrzeugleistung.
Die E-Mails enthüllten, dass der leitende Angestellte von Maruti, Anoop Bhat, spezifische Bedenken bezüglich des Chloridgehalts geäußert hatte und feststellte, dass das Problem mit dem Erdölminister privat besprochen worden war. Dies deutet darauf hin, dass die Autohersteller sich des Problems bewusst waren und versucht hatten, es direkt mit den Behörden anzugehen. Die Regierung reagierte auf die Kontroverse, indem sie behauptete, dass ihre Ölmarketing-Unternehmen strenge Tests des E20-Brennstoffs an Einzelhandelsgeschäften eingeleitet hatten.
Die Autohersteller argumentieren jedoch, dass die Antwort der Regierung das breitere Ausmaß des Problems nicht anerkennt. SIAM verteidigte seine Handlungen und erklärte, dass die zurückgezogene Beschwerde auf vorläufigen Daten basierte, die von einer kleinen Anzahl von Autoherstellern gesammelt wurden. Sie betonte, dass die Daten nicht ordnungsgemäß validiert oder authentifiziert worden waren. Der Verband stellte auch fest, dass die Testmethodik und die Stichprobengröße nicht ausreichten, um schlüssige Ergebnisse zu erzielen, daher die Entscheidung, die Mitteilung zurückzuziehen. SIAM hat sich verpflichtet, eine gründlichere wissenschaftliche Studie zu diesem Thema durchzuführen.
"Die Firma argumentiert, dass die Daten begrenzt und vorläufig sind und dass es keine signifikanten Probleme mit E20-Kraftstoff gibt. Maruti und Tata haben sich noch nicht zu dieser Angelegenheit geäußert und die Situation für Interpretationen offen gelassen.
Da die Automobilindustrie zwischen der öffentlichen Unterstützung für die Umweltziele der Regierung und privaten Bedenken hinsichtlich der Kraftstoffqualität gespalten ist, bleibt die Situation ungelöst.
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