In einem historischen Weingut in Südafrikas Westkap-Region ersetzen Ente-Brigaden chemische Pestizide, was eine Verschiebung in Richtung regenerativer landwirtschaftlicher Praktiken bedeutet. Auf dem Weingut Vergenoegd Löw patrouillieren mehr als tausend indische Läufer-Enten zweimal täglich in den Weinbergen und schließen sich Schafen und Rindern bei der Erhaltung des Landes an. Die Initiative, die in den 1980er Jahren begann, ist Teil eines breiteren Trends unter lokalen Winzern, die umweltfreundliche Methoden anwenden, um sowohl die Umwelt als auch die Bodengesundheit zu schützen. Die Enten spielen eine Schlüsselrolle bei der Schädlingsbekämpfung und zielen auf Insekten wie Schnecken, Blattläuse und Würmer ab.
Nach Angaben von Christiaan Cloete, Landwirtschaftsleiter, trägt jedes Tier einzigartig zum Ökosystem des Weinbergs bei. Rinder weiden auf Deckkulturen und reduzieren ihre Höhe deutlich, bevor die nächste Gruppe von Tieren eingeführt wird. Schafe folgen, die sich mit dem kürzeren Gras ernähren und mehr Unkraut verbrauchen, insbesondere während der Wintersaison. Dieses Rotationsweidersystem hilft, das Gleichgewicht des Weinbergs zu halten und gleichzeitig die Abhängigkeit von synthetischen Inputs zu minimieren.
Cloete stellte fest, dass die Verwendung von Läuferenten zur Schädlingsbekämpfung zunehmend üblich geworden ist, insbesondere in den kälteren Monaten. Diese natürlichen Methoden reduzieren nicht nur den Bedarf an schädlichen Chemikalien, sondern verbessern auch die Bodenfruchtbarkeit.
Der Ansatz entspricht den zunehmenden Bemühungen der Weinindustrie, nachhaltige Praktiken einzuführen, die die biologische Vielfalt und das ökologische Gleichgewicht unterstützen. Vergenoegd Löw, eines der ältesten Weingüter des Kaps, ist auch für seine preisgekrönten Weine bekannt. Das Weingüter befindet sich in den Cape Winelands, einer Region, die für ihr reiches Weinbauerbe und zwei globale Biodiversitäts-Hotspots bekannt ist, und arbeitet mit dem World Wildlife Fund (WWF) als Conservation Champion zusammen. Diese Partnerschaft unterstreicht das Engagement für die Integration von Naturschutzprinzipien in landwirtschaftliche Betriebe.
Die Integration von Enten, Schafen und Rindern in die Weinbergwirtschaft spiegelt eine größere Bewegung innerhalb der südafrikanischen Weinindustrie wider.
Inzwischen produziert das Anwesen weiterhin Premiumweine, was zeigt, dass Nachhaltigkeit und Qualität im Weinbau koexistieren können. Da immer mehr Weinbauer ähnliche Initiativen erforschen, könnte der Einfluss auf die landwirtschaftliche Landschaft der Region tiefgreifend sein. Die Abkehr von der chemischen Abhängigkeit signalisiert eine potenzielle Transformation in der Art und Weise, wie Weinberge ihre Ökosysteme verwalten. Mit der fortgesetzten Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Naturschützern und Forschern kann die Einführung regenerativer Praktiken eher zum Standard als zur Ausnahme in der Branche werden.
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