Zwei aktuelle Beobachtungsstudien belegen die gesundheitlichen Vorteile natürlicher Umgebungen in Wohngebieten, insbesondere in Bezug auf die Prävention von Typ-2-Diabetes. Die erste Studie, veröffentlicht in BMC Public Health, analysierte Daten von 423.282 Teilnehmern der UK Biobank, die zu Beginn der Studie keinen Diabetes hatten. Über einen Follow-up-Zeitraum von rund 15 Jahren fanden Forscher heraus, dass Personen, die in Gebieten mit mehr privaten Gartenflächen lebten, ein sieben Prozent geringeres Risiko hatten, Typ-2-Diabetes zu entwickeln, verglichen mit denen mit weniger Grünflächen. Dieser Effekt war am stärksten bei sozial benachteiligten Personen und Personen ohne Familiengeschichte von Diabetes ausgeprägt. Die zweite Studie, veröffentlicht im Journal of Public and Environmental Health, ergab, dass natürliche Geräusche wie Vogel-, Wind- und Regensongs als angenehm empfunden wurden und mit einer stärkeren Bindung an den Wohnort eines Menschen verbunden waren. Beide Studien betonen die Bedeutung von Zugänglichkeit, Vielfalt und Nähe zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens im Alltag, während sie auch auf soziale Ungleichheiten im Zugang zu natürlicher Umgebung hinweisen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert die Ergebnisse zweier wissenschaftlicher Studien, ohne sich zu einem politischen Thema zu äußern, sondern konzentriert sich auf die gesundheitlichen Folgen des Zugangs zur Natur und bezieht keine politischen Akteure, Politik oder ideologische Debatten mit ein.




