Die psychische Gesundheit junger Wissenschaftler*innen steht im Mittelpunkt einer aktuellen Studie, die von der Universität Wien durchgeführt und in der Fachzeitschrift *Nature Human Behavior* veröffentlicht wurde. Laut der Untersuchung leiden junge Forscher häufiger unter Depressionen und Angststörungen als andere Bevölkerungsgruppen gleichen Alters. 600 Doktoranden und Postdocs aus verschiedenen Ländern und Disziplinen. Die Studie deckt eine Vielzahl von psychischen Symptomen ab, von depressiven Episoden bis hin zu Schlafstörungen, Essstörungen und Alkoholkonsum.
Die Ergebnisse zeigen, dass die psychische Belastung im Wissenschaftsbereich nicht isoliert auf bestimmte Gruppen beschränkt ist, sondern vielmehr ein systemisches Problem darstellt.
Die Studie wurde durch eine Metastudie erstellt, die Daten aus 228 unabhängigen Stichproben und 148 Studien analysierte. Die Daten stammen aus den Jahren 2018 bis 2024, wobei besonders viele Studien im Jahr 2024 veröffentlicht wurden, auch im Nachgang zur Corona-Pandemie. Die Forscher*innen, darunter der Postdoc Aljoscha Dreisörner, betonten, dass ihre Arbeit eine breitere Palette von psychischen Symptomen abdeckte als frühere Analysen. Während frühere Metaanalysen sich auf Angst- oder depressive Symptome konzentrierten, suchten sie nach weiteren Aspekten wie Schlafproblemen, Essstörungen oder Alkoholmissbrauch.
Dieser umfassende Ansatz ermöglicht einen detaillierten Einblick in die psychische Situation der wissenschaftlichen Nachwuchs.
Laut den Ergebnissen berichten knapp 30 Prozent der Nachwuchsforschenden von leichtgradig ausgeprägten depressiven Symptomen, und ebenso viele von Angst-Symptomen. Diese Zahlen sind signifikant höher als bei der allgemeinen Bevölkerung. Bei depressiven Symptomen war die Häufigkeit etwa zweimal bis dreimal höher, bei Angst-Symptomen sogar drei- bis fünffach. Zudem gaben 28 Prozent der Befragten an, Essstörungssymptome zu erleben, 23 Prozent zeigten Anzeichen von Alkoholmissbrauch, und fast ein Fünftel gab Suizidgedanken zu. Die Forscher*innen vermuten, dass sich die psychische Belastung während der Pandemie gestiegen und danach nicht vollständig verringert hat.
Dieses Phänomen wird in anderen Kontexten ebenfalls beobachtet.
Die Studie zeigt auch, dass die psychische Belastung über verschiedene Karrierestufen, Fachrichtungen und Geschlechter weitgehend gleich bleibt. Dies überraschte die Forscher, da sie zunächst erwartet hatten, dass bestimmte Gruppen stärker betroffen wären. Der Forscher Aljoscha Dreisörner betonte, dass dies auf systemische Ursachen hinweisen könne. Zu diesen Ursachen gehören befristete Verträge, unsichere Karrierewege und der starke Druck, regelmäßig veröffentlichte Arbeiten zu produzieren eine sogenannte Publish oder Perish-Mentalität. Zudem spielen die Struktur der Wissenschaftssysteme und die Unterstützung für junge Forscher eine Rolle.
Obwohl Daten aus Österreich nicht in die Analyse einfließen, wird das Land einem Cluster mit strukturierten Merkmalen zugeordnet, der auch Frankreich, Deutschland und die Niederlande umfasst.
Die Ergebnisse dieser Studie werfen wichtige Fragen auf, die sowohl für die Wissenschaft als auch für politische Entscheidungsträger relevant sind. Es wird diskutiert, ob Maßnahmen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit im Wissenschaftsbereich erforderlich sind, beispielsweise durch mehr Sicherheit in der Karriereplanung, bessere Unterstützung für Doktoranden und eine Verringerung der Druck zur Veröffentlichung. Die Studie unterstreicht, dass die psychische Belastung im wissenschaftlichen Nachwuchs ein ernstes Problem ist, das nicht ignoriert werden darf.
3 Berichte
FalterUnabhängigMitteFaktentreue 30Objektivität 80vor 5 Tagen JB's STARDUST SERIES von Jb GhumanDer Artikel behandelt "JB's Stardust Series" von Jb Ghuman, die bei Falter erhältlich ist. Das Stück scheint sich auf das künstlerische Werk selbst zu konzentrieren, anstatt auf ein bestimmtes Ereignis, eine Politik oder eine Kontroverse.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel befasst sich nicht mit politischen Themen, Persönlichkeiten, Richtlinien oder Ereignissen, sondern konzentriert sich ausschließlich auf eine Kunstserie, was ihn unpolitisch macht.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 30 · Objektivität 80): This entry appears to be an advertisement or product listing for a series by Jb Ghuman, not a news article about the event. It contains no relevant information about the main event being discussed and is therefore not factually aligned with the others. Objectivity is not applicable as it is not a ne
KurierParteinahMittegestern Kunst gegen Schweigen: Ausstellung macht Depression sichtbarDer Artikel behandelt eine Fotoausstellung mit dem Titel "dunkle wege / dunkle gedanken" des Fotografen Dieter Bornemann, die das Bewusstsein für Depressionen durch Schwarz-Weiß-Fotografien schärfen soll. Sie hebt hervor, dass Depressionen eine der häufigsten psychischen Erkrankungen in Österreich sind, die zu einem bestimmten Zeitpunkt etwa 6,5% der Erwachsenen betreffen. Die Ausstellung zielt darauf ab, Stigmatisierung zu reduzieren und die Offenheit für psychische Erkrankungen zu fördern, indem sie die inneren Erfahrungen der Betroffenen visuell darstellt.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert die Ausstellung als eine kulturelle Initiative, die sich auf die Sensibilisierung für psychische Gesundheit konzentriert, ohne eine politische Haltung einzunehmen.
Der StandardUnabhängigMittevor 4 Tagen Der Wissenschaftsnachwuchs ist häufig depressiv und verängstigtEine von Forschern der Universität Wien durchgeführte Studie analysierte Daten von über 138.000 Doktoranden und Postdoktoranden weltweit und enthüllte hohe psychologische Belastungen unter jungen Wissenschaftlern. Die in der Zeitschrift "Nature Human Behaviour" veröffentlichte Studie ergab, dass fast 30% depressive Symptome und ein ähnlicher Prozentsatz Angstzustände berichteten. Diese Raten waren im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung signifikant höher. Darüber hinaus zeigten 28% Symptome einer Essstörung, 23% zeigten Anzeichen von Alkoholmissbrauch und fast 20% hatten Selbstmordgedanken. Die Herausforderungen für die psychische Gesundheit bestanden auch nach der COVID-19-Pandemie, ohne dass ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen war. Die Studie unterstreicht den systemischen Druck in akademischen Umgebungen und weist auf die Notwendigkeit von Unterstützungssystemen für frühe Karriereforschende.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie, ohne offen eine bestimmte politische Haltung zu unterstützen. Er konzentriert sich auf das psychologische Wohlbefinden junger Wissenschaftler und diskutiert Faktoren wie akademischen Druck und die Auswirkungen der Pandemie.
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