ON
← Zurück zum Feed
Millionendeal mit Überwachungsfirma: Regierung in Österreich will Menschen mit illegalen Daten orten können
Germany🏛️ PolitikÜbersehen von rechtsvor 3 Tagen

Millionendeal mit Überwachungsfirma: Regierung in Österreich will Menschen mit illegalen Daten orten können

The Austrian government has extended a license for surveillance software called Webloc, developed by the U.S. firm Penlink, which collects location data from up to 500 million mobile devices worldwide. This information includes precise GPS locations and unique advertising identifiers used by apps. The data is typically collected for advertising purposes but flows through the ad industry ecosystem to data brokers and then to surveillance companies. Experts argue this violates the EU’s General Data Protection Regulation (GDPR), as personal data being traded purely as a commodity is incompatible with privacy laws. Research by netzpolitik.org and other outlets has shown how popular mobile apps transfer user data to third parties, enabling authorities to track individuals' movements, including sensitive locations like medical facilities or religious sites. Austria’s Interior Ministry did not directly comment on the use of Webloc, stating it would not disclose specific software solutions due to legal constraints.

Die österreichische Regierung hat Berichten zufolge einen mehrere Millionen Euro teuren Vertrag mit einem US-amerikanischen Überwachungsunternehmen geschlossen, der es den Behörden ermöglicht, Personen zu verfolgen, die Daten von mobilen Geräten sammeln. Diese Enthüllung kommt, nachdem aus Dokumenten eines öffentlichen Beschaffungsportals hervorgeht, dass Österreich seine Lizenz für eine Überwachungssoftware namens Webloc, die von der Firma Penlink entwickelt wurde, verlängert hat. Der erste Bericht wurde von der österreichischen Zeitung *Der Standard* veröffentlicht, die Bedenken hervorhob, wie diese Technologie es den Strafverfolgungsbehörden ermöglichen könnte, auf präzise Standortdaten von bis zu 500 Millionen Smartphones weltweit zuzugreifen.

Webloc wird als ein Werkzeug beschrieben, das in der Lage ist, auf einen riesigen Datenstrom zuzugreifen, einschließlich genauer GPS-Koordinaten und eindeutiger Geräteidentifikatoren, die für gezielte Werbung verwendet werden. Diese Identifikatoren, die als "mobile Werbe-IDs" bekannt sind, können mit Bewegungsprofilen verknüpft werden und sensible persönliche Informationen wie Heimatadressen, Arbeitsplätze, Besuche von medizinischen Einrichtungen, religiösen Stätten oder anderen privaten Orten offenbaren.

Das deutsche Bundesministerium für Verbraucherschutz hatte zuvor erklärt, dass die Übermittlung personenbezogener Daten ausschließlich aus kommerziellen Gründen mit den Datenschutzgesetzen unvereinbar sei. Ähnliche Bedenken bestehen in Österreich und Deutschland bezüglich der Frage, ob Sicherheitsbehörden die Verwendung solcher Daten gestattet werden sollte.

Das österreichische Innenministerium äußerte sich bei der Kontaktaufnahme mit *netzpolitik.org* nicht direkt zur Verwendung von Webloc, sondern betonte, dass alle Softwarelösungen im Rahmen der gesetzlichen Rahmenbedingungen eingesetzt würden.

Gemäß den Beschaffungsunterlagen hat Österreich bereits Penlink für eine zweijährige Verlängerung der Lizenz in Höhe von etwa 1,85 Millionen Euro bezahlt. Das Paket umfasst nicht nur Webloc, sondern auch andere von der Firma angebotene Produkte, von denen eines den Namen Tangles trägt. Dieses Produkt soll die Überwachung von Social Media Plattformen, Foren und Messaging-Diensten wie Telegram ermöglichen. Benutzer können nach Namen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen suchen, um verfügbare Online-Informationen zu sammeln.

Diese Situation wirft erhebliche Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre auf, insbesondere angesichts des Missbrauchspotentials solcher leistungsstarker Überwachungsfunktionen. Während die österreichische Regierung behauptet, innerhalb gesetzlicher Grenzen zu operieren, lässt die Opazität rund um die Verwendung dieser Technologien Raum für Spekulationen und Bedenken bei Befürwortern der bürgerlichen Freiheiten und Organisationen für digitale Rechte.

Zu den Primärquellen (5)

Die offiziellen Quellen, auf denen die Berichterstattung beruht. Lies sie direkt, um Framing zu umgehen.

2 Berichte

netzpolitik.org logonetzpolitik.orgUnabhängigLinksFaktentreue 65Objektivität 50vor 3 Tagen
Millionendeal mit Überwachungsfirma: Regierung in Österreich will Menschen mit illegalen Daten orten können

The Austrian government has extended a license for surveillance software called Webloc, developed by the U.S. firm Penlink, which collects location data from up to 500 million mobile devices worldwide. This information includes precise GPS locations and unique advertising identifiers used by apps. The data is typically collected for advertising purposes but flows through the ad industry ecosystem to data brokers and then to surveillance companies. Experts argue this violates the EU’s General Data Protection Regulation (GDPR), as personal data being traded purely as a commodity is incompatible with privacy laws. Research by netzpolitik.org and other outlets has shown how popular mobile apps transfer user data to third parties, enabling authorities to track individuals' movements, including sensitive locations like medical facilities or religious sites. Austria’s Interior Ministry did not directly comment on the use of Webloc, stating it would not disclose specific software solutions due to legal constraints.

Tendenz-Einschätzung (Links): The article highlights concerns over surveillance technology, potential violations of GDPR, and criticism of government transparency. It frames the issue as a threat to civil liberties and privacy rights, emphasizing the ethical and legal implications of using such tools without clear oversight or公众

Warum diese Bewertungen (Faktentreue 65 · Objektivität 50): The article accurately reports on the license extension for surveillance software but frames it within a broader context of data privacy concerns. While the primary source confirms the extension, the article emphasizes potential misuse and ethical implications, which may not be directly supported by

Frankfurter Allgemeine (FAZ) logoFrankfurter Allgemeine (FAZ)Unabhängig🔒LinksFaktentreue 30Objektivität 40vor 4 Tagen
Datenklau im Hotel: Warum man nie seinen Ausweis kopieren lassen sollte

Der Artikel behandelt die Risiken, die mit dem Kopieren von Ausweisdokumenten in Hotels verbunden sind, und hebt hervor, wie diese Praxis gegen die EU-Datenschutzbestimmungen verstößt und Identitätsdiebstahl erleichtert. Er erklärt, dass das Fotografieren von Pässen oder ID-Karten beim Einchecken in einem Hotel nach der Allgemeinen Datenschutzverordnung (DSGVO) illegal ist, da es Betrug und Missbrauch durch Hacker eröffnet. Der Artikel verweist auf einen jüngsten Fall in Italien, in dem Tausende gescannter IDs im Dark Web für bis zu 10.000 € verkauft wurden, und warnt vor möglichen Konsequenzen, wie z. B. der fälschlichen Anschuldigung von Straftaten nach der Rückkehr aus dem Urlaub. Er zitiert auch einen Fall einer Frau aus Tirol, die wegen Steuerhinterziehung und Betrug angeklagt wurde, weil ihre ID gestohlen wurde.

Tendenz-Einschätzung (Links): Der Artikel beschreibt das Problem des Kopierens von Ausweisdokumenten durch Hotelmitarbeiter als Verstoß gegen die DSGVO und betont die Risiken und rechtlichen Auswirkungen.

Warum diese Bewertungen (Faktentreue 30 · Objektivität 40): This article discusses identity theft in hotels and is unrelated to the primary source document about the license extension. It lacks factual connection to the event described in the source and presents a different topic altogether. Objectivity score is low due to focus on crime and consequences rat

Halte die Nachrichten ehrlich.

ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 5 €/Monat.

Unterstützer werden

Ähnliche Themen