Der polnische Staatspräsident Karol Nawrocki unterzeichnete am 28. Juni in Poznan ein Gesetzentwurf, der diesen Tag als den Tag der Aktion der Antikommunistischen Opposition und der Personen, die von politischen Parteien repressioniert werden, festlegt. Die Initiative wurde während der Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Poznański Czerwca 1956 verkündet.
Dieses Ereignis wurde zu einem symbolischen Wendepunkt in der polnischen Geschichte, da es den Beginn des Prozesses des Austritts vom Kommunismus und das wachsende Bewusstsein der Gesellschaft für die Notwendigkeit einer Demokratisierung markierte.
Nawrocki betonte, dass seine Entscheidung das Ergebnis einer tiefen Überzeugung war, dass nicht nur Poznański Czerwiec 1956, sondern auch andere wichtige Daten in der Geschichte des Widerstands gegen den Kommunismus - u. a. März 1968, Dezember 1970 und Juni 1976 - in Erinnerung gerufen werden sollten, als die Arbeiter erneut Proteste organisierten. In seinem Vortrag betonte er die Bedeutung dieser Ereignisse für die Bildung der nationalen Identität und Selbstständigkeit Polens.
Die Teilnahme Nawrockias hatte auch einen politischen und internationalen Charakter. Während der Feierlichkeiten in Poznan nahmen die Führung der Länder Mittel- und Osteuropas teil, darunter der Präsident Albaniens Bajram Begaj, der Präsident Łotwy Edgars Rinkevics und der Präsident Węgier Tamas Sulyok.
"Heute sind wir in Polen, in Albanien, in Lettland, in Ungarn, in der Tschechischen Republik und in allen baltischen Ländern verpflichtet, eine große Mauer der Verantwortung, der Demokratie und der Infrastruktur unseres Teils der Welt zu errichten", erklärte Nawrocki in Bezug auf die Notwendigkeit, eine gemeinsame demokratische Front in der Region zu bilden.
Die Initiative des Präsidenten hat auch eine symbolische Bedeutung. Nawrocki wies darauf hin, dass der Krieg, der 1956 in Poznan stattfand, der Beginn von Veränderungen in Richtung Demokratisierung war. "Wir haben die Wielkopolskie Powstanie gewonnen, weil die Wielkopolskie Teil der Rzeczypospolitej sein wollte, und nicht die Rzeczypospolitej ohne Wielkopolskie", betonte er.
In seinen Worten bezieht sich Nawrocki ausdrücklich auf aktuelle politische und sicherheitspolitische Herausforderungen. Er betonte, dass Polen, wie andere Länder Mittel- und Osteuropas, auf Bedrohungen vorbereitet sein muss, die durch die Rückkehr aus Russland auftreten können. "Bedrohungen durch das verbleibende postsowjetische Russland", sagte er und schlug vor, dass die Initiative des Tages der aktiven antikommunistischen Opposition auch die Notwendigkeit der Solidarität und der Zusammenarbeit in Fragen der nationalen Sicherheit in Erinnerung rufen sollte. In diesem Zusammenhang forderte der Präsident die Zusammenarbeit im Parlament und in der gesamten polnischen Gesellschaft auf, um die demokratischen Werte und die souveräne polnische Souveränität zu schützen.
Alle diese Elemente sowohl historische als auch politische bilden eine komplexe Rede des Präsidenten, die nicht nur die Erinnerung an die Vergangenheit zum Ziel hat, sondern auch das Ausdrücken des Engagements für die Zukunft.
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