Die unabhängige Antikorruptionsbehörde Zyperns hat den ehemaligen Präsidenten Nicos Anastasiades wegen möglicher "Korruptionsakte" und "Missbrauch der Macht" während seiner Amtszeit an die Staatsanwaltschaft verwiesen. Die Behörde behauptet, Anastasiades habe möglicherweise die Ermittlungen zu politischen Zahlungen unangemessen beeinflusst, in den Staatsbürgerschaftsfall eines russischen Oligarchen eingegriffen und eine Geldwäsche-Prüfung im Zusammenhang mit seiner ehemaligen Anwaltskanzlei behindert. Die Überweisung folgt auf eine zweijährige Untersuchung, die auf Vorwürfen aus Makarios Drousiotis' Buch "Kratos Mafia" basiert, das angebliche Verbindungen zwischen Anastasiades und dem organisierten Verbrechen aufdeckte. Der 3.000 Seiten lange Abschlussbericht der Behörde beinhaltete Interviews mit Anastasiades und Drousiotis, obwohl der ehemalige Präsident Fehlverhalten bestreitet und argumentiert, dass er nicht ordnungsgemäß über alle Vorwürfe informiert wurde.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert die Ergebnisse einer unabhängigen Antikorruptionsbehörde, ohne offen eine der beiden Seiten zu bevorzugen.






