Giovanni Dosi, ein angesehener italienischer Ökonom und Experte für Innovationsökonomie, kritisiert die neoliberale Ideologie, die die westlichen Gesellschaften negativ beeinflusst hat, indem er die Idee fördert, dass der Markt allein wirtschaftliche Probleme lösen kann. Er argumentiert, dass dieser Glaube zu einem verminderten Wachstum und einer erhöhten Ungleichheit in den westlichen Nationen geführt hat. Dosi stellt fest, dass selbst linke Bewegungen diese neoliberalen Ideen angenommen haben, was zur Marginalisierung der "Industriepolitik" als Konzept führte. Er hebt die negativen Auswirkungen der Privatisierung öffentlicher Industrien unter dem Deckmantel der Kostensenkung hervor, die Italiens einzigartiges technologisches und organisatorisches Fachwissen erodiert haben. Beispiele sind der Niedergang von Telecom und Ilva nach der Privatisierung. Dosi fordert eine Neubewertung der Rolle des Staates in der Wirtschaft und betont die Notwendigkeit, Bereiche wie Bildung, Gesundheitswesen und Wohlfahrt von den Marktkräften zurückzuerobern.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel plädiert für eine stärkere Rolle des Staates in der Wirtschaft, kritisiert die neoliberale Politik und hebt die Misserfolge der Privatisierung hervor.


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