Die jüngste Studie, die in Calidad en la Educación veröffentlicht wurde, zeigt eine wachsende Besorgnis über die Retierungsraten der Empfänger von Chilens Doktorandenstipendien im Ausland. Die Forschung konzentriert sich darauf, warum einige Gelehrte sich entscheiden, nach Abschluss ihres Studiums im Ausland zu bleiben, anstatt nach Chile zurückzukehren. Laut den Ergebnissen lebten fast 37 Prozent der Stipendiaten zum Zeitpunkt der Erhebung der Daten noch außerhalb des Landes. Dies hat eine erneute Diskussion darüber ausgelöst, wie Chile seine Forscher besser unterstützen kann, sobald sie ihren Abschluss abgeschlossen haben. Die Analyse stützt sich auf Daten von drei Kohorten von Stipendiaten, die zwischen 2014 und 2016 im Ausland studiert haben.
Die Stichprobe umfasste 705 Teilnehmer, die eine größere Bevölkerung von 1.098 Fällen repräsentierten. Unter ihnen blieb mehr als ein Drittel außerhalb Chiles, was Fragen über die Wirksamkeit der aktuellen Politik zur Förderung ihrer Rückkehr aufwirft.
Mehr als drei Viertel derjenigen, die im Ausland geblieben waren und keine Absicht hatten, zurückzukehren, nannten zwei Hauptfaktoren: die Unfähigkeit, in Chile eine Arbeit im Zusammenhang mit ihrem Studienbereich zu finden und die Schwierigkeit, Forschung im Land durchzuführen.
Sie stellten die Hypothese auf, dass Frauen in Ländern mit geringeren geschlechtsspezifischen Unterschieden bessere Beschäftigungschancen haben könnten, während bestimmte Bereiche, insbesondere in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik (STEM), mehr Möglichkeiten im Ausland bieten könnten.
Die Studie ergab, dass das Niveau der wirtschaftlichen Entwicklung in den Gastgeberländern die Wahrscheinlichkeit der Nicht-Rückkehr zu beeinflussen schien. Die Forscher warnen jedoch davor, dass individuelle Entscheidungen oft mehrere Faktoren beinhalten, was es schwierig macht, eine einzige Ursache zu isolieren. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der aktuelle Ansatz Chiles, der obligatorische Rückkehrklauseln betont, bei der Bekämpfung der Ursachen der Rückkehr möglicherweise nicht wirksam ist.
Stattdessen plädieren die Autoren für eine Verschiebung in Richtung einer Politik, die die postdoktoralische Integration und die berufliche Entwicklung sowohl im Inland als auch international fördert.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden