Die irische Regierung bereitet sich darauf vor, Änderungen an der 38-Prozent-Steuer für Investmentfonds im Rahmen des vermeintlichen Veräußerungssystems zu überprüfen, wobei Beamte angeben, dass das Problem in den kommenden Wochen angegangen wird.
Nach den geltenden Vorschriften werden diese Investitionen so behandelt, als wären sie verkauft worden, auch wenn keine tatsächliche Transaktion stattfindet. Dies führt zu einer Steuerbelastung, die auf dem Wert der Investition zum Zeitpunkt der vermeintlichen Veräußerung basiert. Im Jahr 2024 hob ein Regierungsbericht Bedenken hinsichtlich der Regel hervor und empfahl ihre Abschaffung. Im Rahmen des Haushaltsplans 2026 wurde der Steuersatz von 41 Prozent auf 38 Prozent gesenkt. Harris äußerte in einer Rede im Dáil Anfang dieses Jahres Zweifel an der Relevanz der vermeintlichen Veräußerungsteuer und nannte sie veraltet. Er erklärte, dass der bestehende Rahmen nicht mit modernen Finanzpraktiken übereinstimmt und dass eine Überarbeitung notwendig sei.
Seine Kommentare spiegeln den wachsenden Druck auf die politischen Entscheidungsträger wider, die Steuerpolitik an die sich ändernden Marktbedingungen anzupassen. Als Teil einer breiteren Initiative zur Verbesserung der finanziellen Inklusion führt die Regierung ein neues Spar- und Investitionsprogramm ein. Dieser Plan, der ursprünglich im März skizziert wurde, wird im Budget 2027 offiziell eingeführt, wobei die Eröffnung von Investitionskonten im folgenden Jahr erwartet wird. Das Programm zielt darauf ab, Einzelpersonen eine strukturierte Möglichkeit zu bieten, ihre Ersparnisse zu verwalten, während Anreize durch einen steuerfreien Schwellenwert und eine niedrige Pauschalsteuerstruktur für Beträge, die diesen Schwellenwert überschreiten, angeboten werden.
Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, in eine Reihe von Finanzinstrumenten zu investieren, darunter Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs und versicherungsbasierte Produkte. Krypto-Assets wie Kryptowährungen, Derivate und zinsbringende Bargeld werden jedoch nicht in das Programm aufgenommen. Die Regierung hat die Einfachheit in der Gestaltung des Programms betont, um die administrativen Belastungen für Erstinvestoren zu minimieren. Harris bestätigte in sozialen Medien, dass weitere Details des Programms am 6. Oktober, dem Haushaltstag, veröffentlicht werden. Diese Details beinhalten Details zur steuerfreien Schwelle, der Pauschalsteuerstruktur und den jährlichen Beitragslimits.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass es keine Anforderung für einen jährlichen Mindestbeitrag geben wird, obwohl eine Höchstgrenze festgelegt wird. Darüber hinaus wird es keine Mindestlock-in-Periode für Beiträge geben, die den Teilnehmern Flexibilität ermöglicht. Das neue System soll die Herausforderung der geringen Beteiligung des Einzelhandels an den Kapitalmärkten angehen, wobei Schätzungen darauf hindeuten, dass derzeit rund 175 Milliarden Euro an Ersparnissen der Haushalte in irischen Banken gehalten werden. Durch die Bereitstellung einer vereinfachten und zugänglichen Plattform hofft die Regierung, eine größere Beteiligung an Investitionstätigkeiten in der Allgemeinbevölkerung zu fördern.
Das Finanzministerium arbeitet eng mit den Finanzdienstleistern zusammen, um eine effiziente und benutzerfreundliche Umsetzung des Programms zu gewährleisten.
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