Die tschadische Regierung hat angekündigt, sich aus dem Römischen Statut zurückzuziehen, der den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) gründet, und hat Bedenken hinsichtlich der Selektivität und Ineffektivität des Gerichtshofs geäußert. Das Außenministerium erklärte, dass der Fokus des ICC überproportional auf afrikanische Länder gerichtet ist, wobei neun von 13 Fällen afrikanische Länder betreffen, während nur vier Fälle außerhalb Afrikas eingeleitet wurden und wenig Fortschritt erzielt wurden. Der Tschad betonte, dass seine Entscheidung nicht das Streben nach Gerechtigkeit aufgibt, sondern behauptet, dass nationale und regionale Rechtssysteme diese Probleme angemessen angehen können. Dieser Schritt steht im Einklang mit ähnlichen Maßnahmen anderer afrikanischer Nationen, darunter Burkina Faso, Mali und Niger, die sich ebenfalls vom ICC distanziert haben.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert die offizielle Haltung der tschadischen Regierung bezüglich ihres Rückzugs aus dem IStGH und betont ihre Bedenken hinsichtlich der wahrgenommenen Selektivität und Ineffektivität des Gerichtshofs.





