Die spanische Gewerkschaft CCOO forderte Lohnsteigerungen zur Wiederherstellung der Kaufkraft angesichts der historisch hohen Unternehmensgewinnmargen, die insbesondere durch die Ölraffinerieindustrie getrieben werden. Laut einem von CCOO veröffentlichten Bericht mit Daten des spanischen Wirtschaftsministeriums, der Bank von Spanien und der Steuerbehörde erreichten die Bruttomargen zwischen dem 3. Quartal 2025 und dem 2. Quartal 2026 12,8%, nahe an historischen Höchstständen. Der Energiesektor verzeichnete eine Rekordprofitabilität mit einer Umsatzmarge von 24,5% im gleichen Zeitraum, hauptsächlich aufgrund der gestiegenen Gewinne aus der Ölraffinerie. CCOO warnt davor, dass steigende Energiekosten und der Druck, die Gewinnmargen aufrechtzuerhalten, zu einer versteckten Inflation führen könnten. Der Bericht hebt hervor, dass zwischen 2018 und 2026 die Bruttowertschöpfung pro Mitarbeiter und die Bruttomarge pro Mitarbeiter das durchschnittliche Lohnwachstum übertrafen und die politischen Entscheidungsträger aufforderten, die wachsende Kluft zwischen Produktivität und Löhnen zu beseitigen.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel formuliert die Situation als eine Forderung nach höheren Löhnen, um den "historisch hohen" Gewinnmargen der Unternehmen entgegenzuwirken. Er betont die Notwendigkeit, "die Kluft zwischen Produktivität und Löhnen zu schließen" und kritisiert Unternehmen, die steigende Kosten nutzen, um ihre bereits hohen Margen zu erhöhen.
