Die kanadische Regierung hat ihre Reisebeschränkungen für Personen aus der Demokratischen Republik Kongo (DRC), Uganda und dem Südsudan für weitere 30 Tage verlängert und die Einwanderungs- und Visumentscheidungen für Einwohner dieser Länder bis zum 28. September ausgesetzt. Das Verbot gilt sowohl für neue Antragsteller als auch für diejenigen, die gültige Visa besitzen, während eine 21-tägige Quarantäne für Reisende aus diesen Regionen aufrechterhalten wird. Während die Regierung Vorsichtsmaßnahmen aufgrund des laufenden Ebola-Ausbruchs anführt, argumentieren Experten für die öffentliche Gesundheit, dass die Beschränkungen unnötig sind und den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation widersprechen. Die Demokratische Republik Kongo erlebt weiterhin den größten und am schnellsten wachsenden Ebola-Ausbruch, bei dem mehr als 2.786 Todesfälle von 5.794 Infektionen verzeichnet wurden. Kritiker, darunter auch die kanadische Einwohnerin Carolyn Nicol, werfen der Regierung Diskriminierung von Ugandern vor und betonen den Widerspruch zwischen Kanadas Selbstbild als offene Gesellschaft und seiner aktuellen Politik.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): In dem Artikel wird die Haltung der Regierung zwar als vorsichtige Haltung dargestellt und die Kritik von Experten für öffentliche Gesundheit hervorgehoben, es wird jedoch nicht eindeutig eine Seite gegenüber der anderen bevorzugt.


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