Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat erklärt, dass die nächste Bundespräsidentin Deutschlands eine Frau sein müsse. Damit hat er sich zum ersten Mal klar in die Debatte über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier positioniert. Bei einer nicht-öffentlichen Konferenz der Vorsitzenden der CDU-Kreisverbände deutete Merz an, dass er eine Kandidatin aus der politischen Mitte vorschlagen werde. Diese Erklärung stellt männliche Kandidaten, die bisher in der Diskussion waren, wie den hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein und den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, faktisch aus dem Rennen. Während die CSU die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, unterstützt, die auch von Teilen der SPD und der Grünen unterstützt wird, besteht Merz darauf, dass die Nominierungsbefugnis bei der CDU als der größten Fraktion in der Bundesversammlung liegt. Union und SPD verfügen über eine Mehrheit von etwa 50 Stimmen in der Versammlung, die am 30. Januar über die Präsidentschaft entscheiden soll. Merz will bis nächsten Montag, nach Gesprächen mit den Landesvorsitzenden, einen gemeinsamen Vorschlag mit der CSU erreichen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stützt sich ausschließlich auf Nachrichtenagenturberichte und direkte Zitate und stellt die Positionen der verschiedenen Parteien sowie die sachlichen Abläufe dar, ohne dabei wertende Sprache zu verwenden oder eine bestimmte Kandidatur oder ideologische Richtung zu bevorzugen.



