Die Zwillinge Artie und Jack Porter, die aufgrund einer genetischen Erkrankung vorzeitig und zutiefst taub geboren wurden, wurden kürzlich in Australien einem bahnbrechenden medizinischen Eingriff unterzogen. Die zweimonatigen Jungen erhielten während einer achtstündigen chirurgischen Operation Cochlea-Implantate an beiden Ohren, was den Anschein hat, dass dies der erste Fall einer gleichzeitigen bilateralen Cochlea-Implantation für Zwillinge im Land ist. Die Operation fand in einem Krankenhaus in Wollongong, südlich von Sydney, statt und ermöglichte den Jungen, zum ersten Mal die Stimme ihrer Mutter zu hören. Die Zwillinge wurden ohne die Fähigkeit zur Wahrnehmung von Geräuschen geboren und lebten die ersten neun Monate ihres Lebens in einer stillen Welt.
Die Operation wurde von Dr. Rithvik Reddy, einem Ohr-, Nasen- und Kehlkopfchirurgen, und seinem Team durchgeführt. Laut Dr. Reddy wurden insgesamt vier Cochlea-Implantate platziert, jeweils ein für jedes Ohr beider Jungen.
Er beschrieb die Bemühungen als "eine organisatorische Leistung", die den Zwillingen dabei helfen würde, ihre Entwicklungsstadien gemeinsam zu durchlaufen, wodurch die Belastung für die Familie reduziert und gleichzeitig die Vorteile eines frühen Eingreifens maximiert werden. Die Eltern der Zwillinge, Emily und Ewan Porter, warteten während der gesamten Operation ängstlich im Wartezimmer des Krankenhauses.
Ein Team des Shepherd Centre, einer gemeinnützigen Organisation, die Kinder mit Hörverlust unterstützt, versammelte sich in einem kleinen Raum, um die Geräte nach den spezifischen Hörbedürfnissen jedes Jungen zu programmieren. Als die Implantate aktiviert wurden, erlebten die Jungen ein sensorisches Erwachen, was den Beginn ihrer neuen Beziehung zum Klang markierte.
In diesen Regionen stehen Familien vor einem jährlichen Finanzierungsdefizit von etwa 7.000 US-Dollar pro Kind. Alicia Davis, CEO des Shepherd Centers, hob die Schwierigkeit hervor, seine Unterstützungsprogramme aufgrund dieser finanziellen Einschränkungen aufrechtzuerhalten. Sie betonte, dass die Verantwortung auf die Regierung und nicht auf wohltätige Organisationen fallen sollte. "Wir können dieses Programm nicht unbegrenzt weiter finanzieren", erklärte sie und stellte fest, dass allein in New South Wales im vergangenen Jahr über 900 Personen auf die Hilfe des Zentrums angewiesen waren.
Während die Porters den Durchbruch im Leben ihrer Söhne feierten, bleiben die weiteren Auswirkungen der Finanzierungsunterschiede ungelöst. Der Fall von Artie und Jack unterstreicht sowohl die medizinischen Fortschritte, die in der pädiatrischen Audiologie möglich sind, als auch den anhaltenden Bedarf an umfassenden politischen Lösungen, um einen gerechten Zugang zu lebensverändernden Behandlungen zu gewährleisten.
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