Die Astronauten an Bord der bemannten Artemis I-Mission der NASA im Jahr 2022 wurden dank einer Prototypen-Strahlenschutzweste, die an einem Mannequin namens Zohar getestet wurde, vor fast der Hälfte der Strahlung geschützt, die sie sonst während eines Sonnensturms erfahren hätten.
Während der Mission wurde Zohar simulierten Bedingungen ausgesetzt, die denen während eines schweren Sonnensturms ähneln, was es den Forschern ermöglichte zu messen, wie effektiv die Weste die Strahlenexposition milderte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass solche Westen das Risiko von Strahlungsbedingten Gesundheitsproblemen für Astronauten, die über das Erdmagnetfeld hinaus reisen, insbesondere während langfristiger Missionen zum Mond oder Mars, erheblich reduzieren könnten. Die Strahlenexposition ist eines der größten Risiken für Raumfahrer, da sie zu Krebs, neurologischen Schäden und anderen schweren Krankheiten führen kann.
Die Weste, die von einem Team von Wissenschaftlern und Ingenieuren entwickelt wurde, verwendet fortschrittliche Verbundmaterialien, die für ihre Fähigkeit bekannt sind, kosmische Strahlen und Gammastrahlung zu blockieren. Diese Materialien sind leicht genug, um unter Standard-Astronautenanzügen getragen zu werden, während sie dennoch einen erheblichen Schutz bieten. Das Design wurde von früheren Experimenten auf der Internationalen Raumstation inspiriert, bei denen ähnliche Abschirmungstechniken auf ihre Wirksamkeit bei der Verringerung des Strahlungsniveaus in engen Räumen getestet wurden.
Die Mission, die im November 2022 gestartet wurde, war die erste in einer Reihe von geplanten Mondforschungen, die darauf abzielten, den Weg für die Rückkehr des Menschen zum Mond zu ebnen. Während ihres 25-tägigen Fluges um den Mond halfen die Zohar-Daten den Forschern, die Leistung verschiedener Technologien unter realen Bedingungen zu bewerten. Die Ergebnisse der Studie sollen die Entwicklung robusterer Sicherheitsprotokolle für zukünftige Missionen unterstützen.
Zusätzliche Maßnahmen, wie eine verbesserte Raumschiffschirmung und eine optimierte Missionsplanung, werden noch notwendig sein, um die Sicherheit der Astronauten zu gewährleisten. Das Forschungsteam umfasst Experten aus mehreren Institutionen, darunter das Johnson Space Center der NASA und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ihre Zusammenarbeit unterstreicht die wachsende internationale Zusammenarbeit bei der Förderung der Weltraumforschung und der Sicherstellung des Wohlergehens derjenigen, die sich über die Erde hinaus wagen. Die Studie baut auch auf jahrzehntelangen Forschungen zum Strahlenschutz auf, wobei die jüngsten Durchbrüche sowohl auf passive Abschirmung als auch auf aktive Minderungsstrategien ausgerichtet sind.
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