In den Küstengewässern vor der italienischen Küste ist eine kühne künstlerische Bewegung entstanden, die eine direkte Herausforderung für die industrielle Fischerei darstellt. Eine Gruppe von Künstlern und Aktivisten unter der Leitung des Fischers Paolo Fanciulli hat Unterwasserskulpturen geschaffen, die Trawler und große Fischereifahrzeuge blockieren sollen, die den Meeresboden abkratzen und Meereslebensräume zerstören. Das Projekt, bekannt als Casa dei Pesci ( FishHaus der Fische), stellt eine einzigartige Mischung aus Kunst und Umweltaktivismus dar, mit dem Ziel, Überfischung physisch zu verhindern und gleichzeitig das Bewusstsein für die ökologische Krise der Meere zu schärfen.
Im Laufe der Jahre wurde er zunehmend besorgt über die Auswirkungen des Schleppnetzfangs auf das Meeresleben und die Nachhaltigkeit traditioneller Fangmethoden. Als Reaktion darauf wandte er sich an andere Künstler, darunter die Bildhauerin Emily Young und den Performance-Künstler Maurizio Cattelan, die seine Vision des kreativen Ausdrucks zur Bewältigung von Umweltproblemen teilten. Gemeinsam entwickelten sie eine Reihe von großformatigen Skulpturen aus recycelten Materialien und platzierten sie strategisch in wichtigen Fischereizonen. Diese Strukturen, die Korallenriffen und anderen natürlichen Formationen ähneln, wirken als physische Barrieren für Schleppnetze und verhindern, dass sie ihr schweres Gerät über den Meeresboden ziehen.
Die Skulpturen wurden in der Adria in der Nähe der Stadt Rimini installiert, einer Region, die historisch auf die Fischerei angewiesen ist. Laut Giovanni Contardi, Präsident der Casa dei Pesci, haben die Installationen bereits spürbare Auswirkungen.
Fanciulli, der sich einst ausschließlich auf traditionelle Fischertechniken stützte, sieht sich nun sowohl als Künstler als auch als Anwalt. Er beschreibt den Übergang vom Fischer zum Aktivisten als eine notwendige Evolution. "Ich dachte früher, meine Arbeit sei einfach Fisch zu fangen", sagte er. "Seine Zusammenarbeit mit Young und Cattelan hat das Projekt in ein globales Gespräch über die Schnittstelle von Kreativität und Naturschutz verwandelt. Die Skulpturen, die regelmäßig gepflegt und aktualisiert werden, dienen sowohl als funktionale Werkzeuge als auch als symbolische Aussagen des Widerstands gegen destruktive Fischereipraktiken.
Das Projekt hat außerhalb Italiens Aufmerksamkeit erregt, wobei internationale Medien den innovativen Ansatz für die Umweltbefürwortung hervorheben. Einige Experten argumentieren, dass solche Eingriffe Teil einer breiteren Strategie zur Verringerung der Schäden durch die Grundschleppnetzfischerei sein könnten, eine Methode, die für die Zerstörung großer Mengen mariner Artenvielfalt verantwortlich ist.
In Zukunft plant das Team, das Projekt auf andere Regionen auszuweiten, die von ähnlichen Umweltproblemen betroffen sind. Sie hoffen, mit Meeresbiologen und Ingenieuren zusammenzuarbeiten, um das Design der Skulpturen zu verfeinern und sie noch effektiver zu machen, um Trawler abzuschrecken. In der Zwischenzeit engagieren sie sich weiterhin mit lokalen Gemeinschaften, halten Workshops und Ausstellungen ab, um die Menschen über die Bedeutung der Erhaltung mariner Ökosysteme aufzuklären.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden