Eine Aufführung mit dem Titel "Haribo Kimchi" wurde am Athener Festival am 16. und 17. Juni 2026 präsentiert. Das Stück kombiniert Elemente des Geschichtenerzählens, der Musik, des Videos und der Gastronomie. Es erforscht Themen der Migration, der Identität und der kulturellen Verschiebung durch persönliche Erzählungen, die in eine Mischung aus koreanischen und europäischen kulturellen Referenzen eingewoben sind. Die Produktion umfasst Beiträge verschiedener Mitarbeiter wie der Dramaturge Dries Duimbe, dem Bühnenbildner Young Jongjong und dem technischen Koordinator Cornel Kousen.
Die Einstellung der Aufführung ähnelte einer typischen südkoreanischen Cafeteria, in der Speisen und Getränke mit einer Qualität serviert wurden, die ein gehobeneres Esserlebnis nahelegte. Diese Umgebung erlaubte Jaha Ku, das Publikum durch eine kulinarische Reise zu führen, die seine eigenen Erfahrungen als Migrant widerspiegelte. Er lud zwei Zuschauer ein, sich ihm auf der Bühne anzuschließen und ihnen im Austausch für ihr aufmerksames Hören traditionelle koreanische Mahlzeiten anzubieten. Während der Aufführung wurde er jedoch so in seine Erzählung vertieft, dass er die Freiwilligen vergaß, die ungemütlich tief auf dem Bühnenboden saßen, inmitten der Bratgeräusche, von denen er glaubte, dass sie der Aufführung eine positive Atmosphäre verleihten.
Er verglich seine Erfahrung mit der Migration nach Europa mit einem "Haribo Kimchi", einer Metapher, die das koreanische Gericht Kimchi mit den bekannten deutschen Süßigkeiten kombiniert und die Vermischung von Kulturen und die Komplexität der Anpassung symbolisiert.
Zunächst hörte das Publikum sympathisch und mit Interesse zu, angezogen von der ansprechenden Erzählung und den subtilen spannenden Momenten in Jaha Ku's Rede. Doch als die Aufführung voranschritt, begannen die Zuschauer eine tiefere Schicht der Kritik unter der Oberfläche zu spüren. Sie bemerkten, dass die Maske der nachdenklichen Demut eine gewisse Kühnheit verbarg. Der Darsteller zögerte nicht, gemeinsame ethische und sentimentale Klischees herauszufordern, seine Gedanken mit Leichtigkeit und Süße auszudrücken, ohne Angst zu haben, das Publikum direkt zu konfrontieren. Sein Kochen schien wie sein Erzählen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu entblößen und nur das zu enthüllen, was gesehen werden musste.
In einer separaten, aber verwandten Entwicklung findet die Gruppenkunstausstellung Antipodean Palette vom 3. bis 12. Juli statt und feiert die künstlerischen Stimmen der griechisch-australischen Gemeinschaft in Melbourne. Jetzt im 16. Jahr ist die Ausstellung zu einem bedeutenden Ereignis im Kalender der griechisch-australischen Kulturliga geworden und bietet Künstlern eine Plattform, um Werke zu präsentieren, die von ihrem kulturellen Erbe und persönlichen Erfahrungen beeinflusst sind.
Themen wie griechische Mythologie, byzantinische Ikonographie, Migration, Gedächtnis und Ort sind in der gesamten Sammlung weit verbreitet, wobei jeder Künstler diese Themen einzigartig interpretiert.
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