Die Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) hat bestätigt, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) nach ihrem derzeitigen regulatorischen Rahmen keine Gründe für die Ungültigkeit der Aufnahmeprüfung 2026 für Undergraduate-Programme darstellt. Während die Universität untersucht, ob KI verwendet wurde, um während des Tests unfaire Vorteile zu erzielen, haben Experten auf eine rechtliche Lücke hingewiesen, da die Verwendung von KI in den offiziellen Richtlinien nicht ausdrücklich als Grund für die Disqualifikation erwähnt wird.
Die Einberufung und die Anweisungen für den Auswahlprozess 2026, zusammen mit der Allgemeinen Registrierungsverordnung der UNAM, umreißen Mechanismen für die Stornierung von Registrierungen, Prüfungen oder sogar Zulassungen, wenn Unregelmäßigkeiten die Authentizität des Zulassungsprozesses bedrohen. Dazu gehören Verstöße wie die Verwendung nicht autorisierter elektronischer Geräte, Personifizierung, Informationsaustausch oder das Fotografieren von Prüfungsfragen.
Die Regeln verbieten die Verwendung von Smartphones, Smartwatches, Taschenrechnern und anderen elektronischen Geräten während der Prüfung. Dennoch decken sie KI nicht ausdrücklich ab, was zu einem zentralen Diskussionspunkt bei der laufenden Überprüfung der Prüfungsergebnisse geworden ist. Experten argumentieren, dass die bestehenden Vorschriften zwar externe Hilfe und nicht autorisierte Technologie bestrafen, aber KI-bezogene Fehlverhalten nicht klar definieren. Horacio Martínez, ein Spezialist für Bildungsevaluierung, hob hervor, dass das Fehlen eines klaren Verweises auf KI in der Einberufung eine rechtliche und operative Herausforderung für die Universität darstellt.
Er erklärte, dass jegliche Sanktionen gegen Studenten, die KI verwenden, auf Interpretationen breiter gefasster Begriffe wie "externe Unterstützung" oder "nicht autorisiertes Gerät" beruhen würden, anstatt auf einer spezifischen Regel. Dieser Ansatz, so warnte er, könnte die Grundsätze der Legalität und des ordnungsgemäßen Verfahrens untergraben, insbesondere angesichts der hohen Einsätze der Prüfung für Tausende von Bewerbern.
Eine nationale Umfrage der RAND Corporation ergab, dass fast zwei Drittel der jungen Menschen bis Dezember 2025 KI für Hausaufgaben verwendet hatten, gegenüber 48% im Mai 2025. Ebenso ergab eine Studie der Stanford University und Challenge Success, dass mehr als ein Viertel der Studenten AI oder nicht autorisierte Geräte in Bewertungen verwendet haben, wobei viele akademische Unehrlichkeit zugegeben haben. In einigen Fällen hat KI-generierter Inhalt zu regelrechtem Betrug geführt. Studenten in Massachusetts wurden dabei erwischt, Grammatik-Prüfungstools wie Grammarly zu verwenden, um Teile von Schulprojekten zu erstellen, einschließlich gefälschter Referenzen und nicht existierender Bücher.
Ein Student gab zu, das Tool zum Erstellen von Abschnitten eines Projekts verwendet zu haben, während andere Stunden damit verbrachten, Aufgaben manuell zu erledigen. Ein Bundesrichter stellte fest, dass diese Studenten den von der KI erzeugten Text kopiert und eingefügt hatten, einschließlich fiktiver Zitate, wodurch effektiv gefälschte Arbeiten erstellt wurden. Auf Universitätsebene wird das Problem immer ausgeprägter.
Igor Chirikov, der Hauptautor der Studie, warnte, dass KI zwar beeindruckende Ergebnisse erzielen und sogar gute Noten erzielen kann, aber das Risiko birgt, wichtige Lernziele wie kritisches Denken und Problemlösung zu untergraben. Seine Analyse von über 500.000 bewerteten Aufgaben zeigte, dass nach der Einführung von ChatGPT der Anteil der besten Noten in Kursen mit Schreib- oder Programmieraufgaben signifikant zugenommen hat. Dieser Trend wirft ernsthafte Bedenken über die langfristigen Auswirkungen auf die pädagogische Integrität und die Entwicklung von Fähigkeiten auf.
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