Laut einer neuen Studie, die von zwei ehemaligen Microsoft-Mitarbeitern geleitet wurde, erhöhen Öl- und Gasunternehmen, die künstliche Intelligenz verwenden, um fossile Brennstoffe zu lokalisieren und zu extrahieren, die globalen Emissionen signifikant. Die in Nature veröffentlichte Studie argumentiert, dass die Umweltauswirkungen der KI-gestützten fossilen Brennstoff-Expansion die Emissionen der Rechenzentren überwiegen, die die Technologie antreiben. Will und Holly Alpine, Mitbegründer der Enabled Emissions Campaign, führten die Studie durch, nachdem sie Jahre damit verbracht hatten, KI-Plattformen zu entwickeln. Ihre Analyse legt nahe, dass KI-Tools, die von Öl- und Gasunternehmen verwendet werden, die Produktion beschleunigt, die Kosten senken und die Rentabilität verbessern.
Dies hat zu einem Anstieg der fossilen Brennstoffproduktion geführt, der unter normalen Bedingungen nicht aufgetreten wäre. 8 Prozent der globalen energiebezogenen Emissionen im Jahr 2024. Diese Zahlen übertreffen die bisherigen Schätzungen der Internationalen Energieagentur zu den Emissionen von Rechenzentren um bis zu 13-mal. Um zu diesen Schlussfolgerungen zu gelangen, verwendeten die Alpinen ein wirtschaftliches Simulationsmodell, das untersucht, wie die Volkswirtschaften auf technologische Fortschritte reagieren. Indem sie unterschiedliche Ebenen der AI-Annahme von minimal bis weit verbreitet betrachteten, orientierten sie ihre Ergebnisse an den Projektionen der Internationalen Energieagentur für das Jahr 2035. Diese Methode ermöglichte es ihnen, die Nettowirkung von AI auf Emissionen in verschiedenen Szenarien zu quantifizieren.
Will Alpine, der zuvor an der KI-Infrastruktur gearbeitet hat, betonte, dass die von ihm entwickelten Tools eine doppelte Wirkung gehabt haben. Während KI erneuerbare Energiesysteme verbessern, die Netzleistung optimieren und die Betriebseffizienz verbessern kann, hat sie gleichzeitig die fossile Brennstoffindustrie gestärkt. Er beschrieb dies als einen "asymmetrischen" Effekt, bei dem KI als wirtschaftlicher Hebel fungiert, der die Position fossiler Brennstoffe auf dem Markt stärkt. Holly Alpine wies darauf hin, dass sich viele Diskussionen über die Auswirkungen der KI auf das Klima eng auf den Kompromiss zwischen dem Energieverbrauch des Rechenzentrums und potenziellen Emissionsminderungen an anderer Stelle konzentrieren, wie verbesserte Flugwege oder optimiertes städtisches Verkehrsmanagement.
Eine weitere Studie aus dem Jahr 2025, die in derselben Zeitschrift von Forschern des Grantham Research Institute und Systemiq veröffentlicht wurde, stellte fest, dass KI zwar durch den Betrieb von Rechenzentren zu Emissionen beiträgt, aber auch vielversprechend für die Reduzierung von Emissionen in Schlüsselsektoren wie Nahrung, Energie und Mobilität ist.
Trotz dieser Bedenken haben einige Tech-Riesen Schritte unternommen, um den ökologischen Fußabdruck von KI zu mildern. Google beispielsweise nutzte sein DeepMind AI-System, um den Energieverbrauch in Rechenzentren um 40 Prozent zu senken. Ebenso hat sich Microsoft verpflichtet, seinen gesamten Strom aus erneuerbaren Quellen zu beziehen und 2025 zu berichten, dass es weltweit 100 Prozent erneuerbare Energieverbrauch erreicht hat.
Der Sprecher fügte hinzu, dass die Technologie die industriellen Dekarbonisierungsbemühungen unterstützen und gleichzeitig den aktuellen Energiebedarf mit langfristigen Nachhaltigkeitszielen in Einklang bringen sollte.
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