Nach einem Monat in seiner Rolle als Kabinettschef hat Santilli sich bereits rasch darauf eingesetzt, die Bedenken zu lösen, die sich erhoben haben, nachdem mehrere peronistische und dialogfreundliche Gouverneure gegen das Gesetz über die Unverletzlichkeit des Privateigentums gestimmt hatten. Diese Gouverneure, darunter Salta's Gustavo Sáenz, Catamarca's Raúl Jalil, Tucumán's Osvaldo Jaldo, Neuquén's Rolo Figueroa und Misiones Hugo Hugo Passalaqua, nahmen Berichten zufolge eine starke Haltung gegen das Gesetz ein, insbesondere gegen seine Bestimmungen über ausländischen Landbesitz.
Die Situation eskalierte, nachdem diese Gouverneure, von denen einige enge Verbindungen zu ehemaligen Führern haben, ihren Widerstand sowohl in der Gesetzgebung als auch in öffentlichen Erklärungen zum Ausdruck gebracht hatten.
Trotzdem behauptete Santilli, dass das Problem eher isoliert sei als ein Hinweis auf eine breitere politische Verschiebung durch die verbündeten Gouverneure. Er betonte seine weiterhin starke Beziehung zu ihnen, obwohl er anerkannte, dass sie nicht vollständig kontrolliert werden konnten. Als Reaktion darauf hat Santilli eine strengere Überwachung zukünftiger Gesetze eingeleitet, um sicherzustellen, dass alle Vorschläge vor der Einreichung der politischen Lenkungsausschuss überprüft werden. Diese Maßnahme zielt darauf ab, Fehler zu minimieren und die legislativen Bemühungen enger an den Prioritäten der Regierung auszurichten.
Nur der Versicherungssektor scheint einen klareren Weg nach vorne zu haben, obwohl auch dies mit Unsicherheit konfrontiert ist. Die Regierung konzentriert sich derzeit auf die Verabschiedung der bevorstehenden Vorwahlen und anderer kritischer Gesetze, die weiterhin im Mittelpunkt ihrer Agenda stehen. In der Zwischenzeit schlagen politische Analysten vor, dass die Regierung ihre Wahlbasis erweitern muss, um die Wiederwahl von Präsident Javier Milei im Jahr 2027 zu gewährleisten. Agustín Laje, Geschäftsführer der Faro Foundation, warnte, dass Milei nicht genügend Unterstützung hat, um in der ersten Runde der Abstimmung zu gewinnen.
Basierend auf den aktuellen Zustimmungsraten, die laut dem Universidad Di Tella-Index bei etwa 38% liegen, argumentierte Laje, dass Milei Allianzen über seine Kernanhänger hinaus aufbauen muss. Er lobte das Potenzial von Santilli, als Brücke zwischen der ideologischen Haltung des Präsidenten und den breiteren politischen Realitäten zu dienen, und stellte fest, dass die Verbesserung der Kommunikation und der Öffentlichkeitsarbeit entscheidend sein wird. Laje betonte auch die Bedeutung der Einbindung des Zentrums des politischen Spektrums, das noch unentschieden ist.
Während Milei sich rasch an die politische Dynamik angepasst hat, warnte Laje, dass sein Ansatz pragmatischer werden müsse, um ein breiteres Publikum anzusprechen. Er stellte auch in Frage, ob Karina Milei, die Schwester und Chefstratege des Präsidenten, eine politische Karriere machen sollte, und schlug vor, dass ihr Fachwissen besser für kulturelle Kampagnen als für Wahlkampf eingesetzt werden könnte.
Baravalle, eine Expertin für künstliche Intelligenz, Datenwissenschaft und Cybersicherheit, ersetzt Darío Genua, der im Juli nach einer Umstrukturierung unter der Leitung des Kabinettschefs die Position aufgab. Ihre Ernennung wurde von Martín Migoya, CEO von Globant, empfohlen und sie wird unter der politischen Leitung von Santilli arbeiten, der den Bereich durch den stellvertretenden Kabinettschef Ignacio Devitt beaufsichtigt.
Sie verfügt über akademische Qualifikationen von renommierten Universitäten und hat Erfahrung in Forschung und Industrieanwendungen. Die Reorganisation hat mehrere Agenturen, darunter ENaCom und AAIP, unter die direkte Aufsicht des Kabinettschefs gestellt, während andere, wie Arsat und Correo Argentino, unter das Innenministerium fallen. Diese Umstrukturierung hat die Autonomie der vorherigen Abteilung reduziert, was zu Genua's Abgang führte. Baravalle's Ernennung signalisiert einen erneuerten Fokus auf technologieorientierte Politiken mit Schwerpunkt auf internationale Zusammenarbeit und ethische KI-Entwicklung.
Ihre Arbeit wird sich weiterhin mit globalen Trends verbinden und Argentiniens Position in den neuen Technologien stärken.
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