Ein Knödelgeschäft in Peking ist zu einem Symbol für die Integration künstlicher Intelligenz (KI) in den täglichen Geschäftsbetrieb in China geworden. Der Laden mit dem Namen Jinguyuan hat nationale Aufmerksamkeit erlangt, nachdem sein Besitzer, Li Bo, ein KI-gestütztes System entwickelt hat, mit dem Kunden mit ihren persönlichen KI-Assistenten interagieren können, um auf die Speisekarte des Ladens zuzugreifen, Essensempfehlungen zu erhalten und einen Platz in der Warteschlange zu reservieren. Diese Innovation ist eines der frühesten bekannten Beispiele für ein kleines Unternehmen, das KI nutzt, um den Kundenservice zu optimieren und die Benutzererfahrung zu verbessern.
Li Bo, 41, führte die KI-Fähigkeit im April ein und nutzte den steigenden Trend von agentenartigen KI-Tools, Software, die komplexe Aufgaben autonom ausführen kann. Er stellte sich ein Szenario vor, in dem Individuen sich auf KI-Assistenten verlassen würden, um sowohl berufliche als auch persönliche Aspekte ihres Lebens zu verwalten, einschließlich der Essenswahlen. Sein Ziel war es, Jinguyuan als Pionier in dieser aufstrebenden digitalen Landschaft zu positionieren. Li zitierte Deng Xiaoping, den ehemaligen chinesischen Führer, dessen Politik das schnelle Wirtschaftswachstum Chinas initiierte, indem er sagte: "Wissenschaft und Technologie sind eine primäre Produktivkraft.
Dieses Gefühl spiegelt eine breitere kulturelle Einstellung in China wider, wo KI nicht nur als technologischer Fortschritt, sondern als wesentlicher Bestandteil des Fortschritts angesehen wird. Im Gegensatz zu vielen westlichen Nationen, in denen KI häufig Bedenken hinsichtlich der Verlagerung von Arbeitsplätzen und ethischen Fragen auslöst, umarmt China die Technologie mit Begeisterung. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Ipsos im Jahr 2025 zeigten die chinesischen Bürger im Vergleich zu anderen befragten Ländern die höchste Begeisterung für KI. Dieser Optimismus zeigt sich in der Verbreitung von Online-Kursen zu großen Sprachmodellen und dem Eifer der Büroangestellten, KI-Tools in ihre Routinen zu integrieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Li Bo's Reise in die KI begann während seines Studiums der Telekommunikationstechnik an der Universität für Post und Telekommunikation in Peking. Nach seinem Masterabschluss im Jahr 2010 wählte er einen anderen Weg als seine Kollegen, indem er in Hostels arbeitete und hausgemachte Desserts verkaufte, bevor er sich mit einem Knödelkoch zusammenschloss, um Jinguyuan zu eröffnen. Im Laufe der Jahre blieb er mit technologischen Fortschritten beschäftigt, insbesondere seit dem Aufstieg der KI. Über die KI-Fähigkeiten hinaus hat Li zusätzliche Technologien implementiert, um sein Geschäft zu verbessern. Er erstellte eine Website mit dem Coding-Tool Qoder von Alibaba, um den Warteschlangenstatus an zwei Standorten von Jinguyuan zu verfolgen.
Trotz der Aufmerksamkeit der Medien, die seine KI-Initiative erlangt hat, erkennt Li an, dass der praktische Einsatz noch begrenzt ist. Er ist jedoch weiterhin bestrebt, die Einführung von KI zu fördern, da er glaubt, dass frühe Experimente für den langfristigen Erfolg entscheidend sind. "Jemand muss damit beginnen, sie zu verwenden, auch wenn sie nicht so gut ist", bemerkte er und zog eine Parallele zur anfänglichen Skepsis um die Erfindung der Dampfmaschine. "Als Dampfmaschinen gerade herauskamen, scherzten die Leute, dass sie nicht so gut wie Pferde sind.
Da sich KI weiter entwickelt, werden Unternehmen wie Jinguyuan wahrscheinlich eine zentrale Rolle bei der Gestaltung ihrer Anwendung im täglichen Leben spielen. Mit zunehmender Unterstützung sowohl von Verbrauchern als auch von Unternehmern signalisiert die Integration von KI in kleine Unternehmen einen transformativen Wandel in der Art und Weise, wie Technologie Handel und Gesellschaft beeinflusst.
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