Heute ist der 90. Jahrestag der Ermordung von Alexandre Bóveda und das 84. Jahr seit der Gründung des 17. August als Tag der Märtyrer Galicien, einem Datum, das noch keine formelle institutionelle Anerkennung hat. An diesem Tag im Jahr 1936 wurde Bóveda von den frankistischen Kräften hingerichtet, vier Tage nachdem sie einen Scheinprozess inszeniert hatten, um seinen Tod zu rechtfertigen. Die galizische Organisation Irmandade Galega de Buenos Aires erklärte den 17. August 1942 zum Tag der Märtyrer Galicien, um sowohl die Hinrichtung von Bóveda als auch die breitere Unterdrückung der Galicien während des spanischen Bürgerkriegs zu gedenken.
Alexandre Bóveda, ein prominenter Politiker, Ökonom und Intellektueller, war eine Schlüsselfigur in der galizischen Autonomiebewegung. Er diente als erster Direktor der Caixa de Aforros de Pontevedra, zählte zu den Top-Kandidaten für das Staatsoberhaupt der Finanzen und war Teil der Kommission, die das Autonomiegesetz entwarf. Er war ein Führer der Partido Galeguista und kandidierte bei den Wahlen von 1936 unter der Volksfront. Seine Hinrichtung sollte als Warnung vor dem galizischen Nationalismus und den republikanischen Idealen dienen. Vor seinem Tod hielt er eine ergreifende Rede, in der er seine Hingabe an Galizien zum Ausdruck brachte und erklärte, er würde für seine Heimat sterben und wünschte, unter ihrer Flagge begraben zu werden.
In den letzten Jahren wurden Anstrengungen unternommen, um die Bedeutung des 17. Augusts anzuerkennen, wobei die galizische nationalistische Partei BNG die Forderungen nach einer offiziellen Anerkennung anführte.
Das Vermächtnis von Bóveda und anderen Opfern des frankistischen Regimes wird weiterhin durch Initiativen wie das Projekt Nomes e Voces untersucht und erinnert, das eine der umfassendsten Datenbanken von Opfern der Repression unterhält. Diese Forschung, die von der Histagra-Gruppe an der Universität von Santiago geleitet wird, umfasst laufende Arbeiten zur Identifizierung von Opfern, zur Durchführung von Ausgrabungen und zur Erstellung einer nationalen Volkszählung der Betroffenen. Diese Bemühungen unterstreichen die bleibende Bedeutung der Erinnerung an die Vergangenheit und der Erhaltung der historischen Erinnerung.
Diese Initiative steht im Einklang mit dem wachsenden öffentlichen Bewusstsein und der Erinnerung an das Datum, insbesondere in Pontevedra, wo das Stück A derradeira lección do mestre von Castelao aufgeführt wird. Das Stück dient als Hommage an Bóveda und alle, die unter dem frankistischen Regime gelitten haben, und verstärkt die kulturelle und politische Bedeutung des Datums.
Obwohl Fortschritte erzielt wurden, unterstreicht der Mangel an offizieller Anerkennung den anhaltenden Kampf, um sicherzustellen, dass die Geschichte der Unterdrückung und des Widerstands vollständig in das kollektive Gedächtnis Galiciens integriert wird.
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