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Blütenpollen in Seesedimenten – Bern älter als gedacht: Pollenanalyse widerlegt Gründungsmythos
CH🔬 WissenschaftÜbersehen von rechtsvor 5 Tagen

Blütenpollen in Seesedimenten – Bern älter als gedacht: Pollenanalyse widerlegt Gründungsmythos

Eine Studie zur Analyse von Blütenpollen, die in Seesedimenten gefunden wurden, hat den traditionellen Glauben in Frage gestellt, dass die Stadt Bern im Jahr 1191 gegründet wurde. Nach Angaben des Pflanzenwissenschaftlers Willy Tinner von der Universität Bern legen die Ergebnisse nahe, dass Bern und die umliegende Kulturlandschaft zwei bis drei Jahrhunderte älter sind als bisher angenommen. Die Forschung umfasste eine detaillierte Pollenanalyse, die von Tinner und seinem Team durchgeführt wurde und Einblicke in historische Landschaften bietet, für die archäologische Beweise fehlen.

Die Geschichte eines Dampftrams, der vor 132 Jahren erstmals durch die Straßen Berns rollte, hat nun einen neuen Abschnitt in ihrer Entwicklung. Die Dampflokomotive Nummer 12, die bislang in Ruinen lag, wird nun als Denkmal geschützt und fährt erneut in Bern. Diese Entwicklung markiert nicht nur eine Rückbesinnung auf die technische und kulturelle Vergangenheit der Stadt, sondern auch eine symbolische Verbindung zwischen der industriellen Revolution und der heutigen Nachhaltigkeitsdiskussion.

Die Dampfstraßen in Bern waren ein kurzes Kapitel in der Geschichte der öffentlichen Verkehrsmittel. Sie wurden im Jahr 1894 eingeführt, als die Stadt versuchte, moderne Transporttechniken zu implementieren. Die damalige Berner Tramway Gesellschaft kaufte acht Dampflokomotiven und zwölf Anhänger, die in Winterthur gebaut wurden. Diese Technik war jedoch nur acht Jahre lang in Gebrauch, da sie schnell als veraltet angesehen wurde. Ab 1902 wurde das gesamte Tramnetz in Bern elektrifiziert, und die Dampflokomotiven wurden durch elektrische Trams ersetzt. Die Dampfstraßen blieben somit nur ein kurzer Moment in der Geschichte der städtischen Mobilität.

Nach ihrem Stillstand wurden die Dampflokomotiven in verschiedene Regionen verbracht. Eine davon, die Nummer 12, fand ihren Weg in eine Sägerei in Biel, wo sie als Werklokomotive eingesetzt wurde. Danach wurde sie für ein geplantes Museum gelagert, bevor sie im Technorama in Winterthur stand. Doch die Dampflok war in einem schlechten Zustand und musste in ihre Einzelteile zerlegt werden. Erst in den 1990er-Jahren fand sie den Weg zurück nach Bern, wo sie wieder in Betrieb genommen wurde. Seit 2002 fährt sie an ausgewählten Tagen in Bern, sie war zu einer Seltenheit macht, da von den ursprünglich 41 produzierten Dampflokomotiven nur noch diese fährt.

Die Stiftung Bernmobil Historique kümmert sich um die Erhaltung und Wartung der Dampflok. Die Arbeit ist aufwendig, da mechanische Teile oft handwerklich repariert oder ersetzt werden müssen. Die Präsidentin der Stiftung, Corine Ribeli, betont, dass dies eine besondere Herausforderung darstellt, aber zugleich auch eine wichtige Aufgabe, um die technische und kulturelle Geschichte Berns zu bewahren. Die Dampflok Nummer 12 ist nicht nur ein technisches Relikt, sondern auch ein Zeugnis für die Entwicklung der städtischen Infrastruktur und der Motorisierung im 19. Jahrhundert.

Die Denkmalpflege des Kantons Bern hat nun beschlossen, die Dampflok unter Schutz zu stellen. Der kantonale Denkmalpflegebeamte Alexander Kobe betont, dass die Lok ein einzigartiger Zeuge der motorisierten Verkehrsentwicklung ist. Sie bietet einen direkten Einblick in die technischen Fortschritte und die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Energieträgern, wie Pferden, Dampf und Elektrizität. Die Schutzmaßnahme unterstreicht damit die Bedeutung dieses Fahrzeugs für die regionale Geschichte und seine Rolle als kulturelles Erbe.

Die Zukunft der Dampflok Nummer 12 sieht positiv aus. Sie bleibt ein Symbol für die technische Innovation und die historische Entwicklung Berns. Mit ihrer Wiederbelebung und dem Schutzstatus wird sie nicht nur für Fachkreise interessant, sondern auch für die breite Öffentlichkeit. Die Dampflok wird von nun an als Teil der städtischen Identität und als Erinnerung an die industrielle Vergangenheit wahrgenommen. Ihre Fahrt durch die Straßen Berns ist nicht nur ein historischer Moment, sondern auch eine Mahnung, die Vergangenheit zu würdigen und gleichzeitig die Zukunft mit Respekt und Bewusstsein anzusehen.

3 Berichte

SRF News logoSRF NewsStaatlich / öffentlichMittevor 5 Tagen
Berner Verkehrsgeschichte – Dampftram steht neu unter Denkmalschutz und fährt noch immer

The article discusses the historical significance of Bern's first steam-powered tram, which was introduced in 1894 and operated until 1902 when it was replaced by electric trams. The steam tram, built by the Swiss locomotive manufacturer SLM in Winterthur, has been preserved as a heritage site. One of the two surviving trams, number 12, has undergone extensive restoration after being stored in a dilapidated condition at the Technorama museum in Winterthur. It was disassembled, repaired, and returned to Bern in 2002, where it now runs on select days as part of historical demonstrations. The other tram, number 18, is displayed at the Swiss Transport Museum in Lucerne.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): The article focuses on cultural heritage and historical preservation, with no mention of political figures, policies, or contentious issues. It provides factual information about the history and restoration of a historic tram without any apparent ideological framing or bias.

Blick logoBlickUnabhängigLinksvor 6 Tagen
Tierquälerei? Schockbilder aus Berner Eierbetrieb

The article presents shocking images from an egg farm in Bern, Switzerland, suggesting potential animal cruelty. The headline raises concerns about 'tierquälerei' (animal torture), implying unethical treatment of animals. The report focuses on disturbing visuals captured at the facility, prompting public concern over animal welfare standards. While the article does not provide detailed information on the specific practices or investigations into the allegations, it highlights growing scrutiny of industrial farming conditions. Readers are encouraged to consider the ethical implications of such practices.

Tendenz-Einschätzung (Links): The article frames the issue through a strong emphasis on animal welfare and ethical concerns, which aligns with progressive values. It uses emotionally charged language ('Schockbilder' – shock images) to highlight perceived wrongdoing, potentially influencing public opinion against industrial egg-f

SRF News logoSRF NewsStaatlich / öffentlichMittevor 10 Tagen
Blütenpollen in Seesedimenten – Bern älter als gedacht: Pollenanalyse widerlegt Gründungsmythos

Eine Studie zur Analyse von Blütenpollen, die in Seesedimenten gefunden wurden, hat den traditionellen Glauben in Frage gestellt, dass die Stadt Bern im Jahr 1191 gegründet wurde. Nach Angaben des Pflanzenwissenschaftlers Willy Tinner von der Universität Bern legen die Ergebnisse nahe, dass Bern und die umliegende Kulturlandschaft zwei bis drei Jahrhunderte älter sind als bisher angenommen. Die Forschung umfasste eine detaillierte Pollenanalyse, die von Tinner und seinem Team durchgeführt wurde und Einblicke in historische Landschaften bietet, für die archäologische Beweise fehlen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert wissenschaftliche Erkenntnisse, die eine allgemein akzeptierte historische Erzählung in Frage stellen, aber keine klare Haltung einnehmen oder Vorurteile gegenüber einer politischen Gruppe oder Ideologie zeigen.

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